Die Schauspielerin nimmt berufstätige Mütter in Schutz

<Potsdam> (cat). In ihrer Rolle als Caroline Schäfer für den ZDF-Thriller „Mann im Mond“ wird Anja Kling damit konfrontiert, eine schlechte Mutter zu sein. Das bewegte die Schauspielerin nun dazu, im Interview mit der „B.Z.“ eine Lanze für berufstätige Mütter zu brechen: „Es ist in unserer Gesellschaft immer noch Thema, dass man eine schlechte Mutter sei, wenn man arbeiten geht, seine eigene Karriere vorantreibt und das Kind fremdbetreuen lässt. Das darf wirklich nicht sein. Jeder muss selbst entscheiden, was für ihn eine gute Mutter ausmacht“, findet die 46-Jährige. Familienmensch Anja wohnte bis Mitte letzten Jahres mit ihren beiden Kindern und Schwester Gerit nebst Sohn unter einem Dach – nur einen Steinwurf weit vom gemeinsamen Elternhaus der beiden Schauspiel-Schwestern. Als Mama von Tano Adrian (16) und Alea (12) kennt die TV-Schönheit das ständige schlechte Gewissen, das berufstätige Mütter befällt – unnötig, wie der TV-Star findet: „Berufstätige Mütter können natürlich gute Mütter sein! Ich bin selbst mit voll berufstätigen Eltern aufgewachsen. Ich habe sie immer für ihre Schaffenskraft bewundert, bin früh selbstständig geworden. Das hat mir aus meiner Sicht nicht geschadet.“ Die knappe Zeit mit dem Nachwuchs gelte es eben, intensiv zu nutzen: „Ich finde es wichtig, wie man die Zeit mit den Kindern verbringt, und nicht wie lange. Ich könnte auch fünf Stunden neben meinen Kindern sitzen, ohne mit ihnen zu reden. Dann habe ich auch Zeit mit ihnen verbracht, aber völlig sinnlos.“

 

BU: Anja Kling zu Gast bei der „Nacht der Süddeutschen Zeitung.“
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