Bewegung bei Babys: Anregungen für mehr Sinnes- & Körpererfahrungen – KITAnGO

Schon einige Tage nach der Geburt fangen Säuglinge mit den ersten Bewegungen an. Arme und Beine werden entdeckt, der Körper leicht gestreckt. Bereits im 3. Monat wird das Köpfchen gekonnt in die Luft gehalten und schon kurze Zeit darauf die Drehung auf den Bauch vollführt. Ab dem 7. Monat folgen individuelle Zwischenschritte, wie robben, schlängeln, kriechen oder krabbeln, um die Beinmuskulatur zu trainieren und zu kräftigen. Ist diese stark genug ausgebaut beginnen Babys sich ab dem 9. Monat an Möbeln hochzuziehen und an Wänden entlangzugehen. Ab hier ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis das freie Laufen beginnt.

 

Jedes Kind will sich bewegen

All diese Schritte passieren nach und nach aus der intrinsischen Motivation des Babys heraus. Das bedeutet, dass das Baby schon von Geburt an den inneren Drang zur Bewegung verspürt. Dieser „angeborene Drang“ ermöglicht es, dem Säugling grundlegende Körper- und Bewegungserfahrungen zu machen, um Ausdauer, Kraft und das notwendige Geschick für die darauf aufbauenden Schritte zu entwickeln. Kommen Erwachsene dem Bewegungsdrang von Babys nicht ausreichend nach, können Säuglinge nachhaltig die Lust und den Spaß an der Bewegung verlieren.

 

7 Tipps für mehr Bewegung im Alltag

  • streicheln und massieren: viele verschiedene Eindrücke und Körpererfahrungen fördern die Bewegungsentwicklung
  • Position wechseln: abwechselnde Bauch- und Rückenlage fördern die Beweglichkeit auf unterschiedliche Arten
  • Bewegungsfreiheit beachten: möglichst wenig Kleidung wirkt sich positiv auf die Bewegungsfreiheit aus (Kleidung sollte eher zu groß als zu klein sein)
  • Vorsicht vor vorgegebenen Sitzpositionen: Kindersitze, Wippen, Kinderwagen, Hochstühle, etc. können zu Fehlhaltungen und Haltungsschäden führen
  • Platz zum Entwickeln: große Krabbeldecken und ein Laufstall halten Babys vor Gefahrenpunkten fern
  • fördernde Materialien: verschiedene Gegenstände (Kissen, Decken) und Spielsachen (Rasseln, Mobiles) regen immer wieder aufs Neue zur Bewegung an
  • gezielte Übungen: Babygymnastik fördert nicht nur die Motorik, sondern auch die Bindung zwischen Eltern und ihren Babys

 

 

 

 

Wichtiges beachten um Fehler zu vermeiden

Zu starke, heftige und ruckartige Bewegungen sollten grundsätzlich vermieden werden, da sie den Gelenken des Säuglings schaden. Gleiches gilt für das Festhalten an Gelenken – hier empfiehlt es sich, ganze Körperpartien sanft zu umschließen. Außerdem muss Bewegung lustvoll sein und Spaß machen und nicht in Training ausarten. Ein gesunder Mix zwischen Anregungen und Ruhepausen sollte daher eingehalten werden.

Vorsicht: Kinder sollen nur die Positionen einnehmen, die sie selbstständig erreichen können. Das Hinstellen oder Hinsetzen durch Erwachsene kann zu Fehlhaltungen und Haltungsschäden führen. Auffälligkeiten bei der Körperhaltung sollten so früh wie möglich mit einem Arzt abgeklärt werden!

 

 

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Foto: Pixabay

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