Daniel Brühl: Furcht um seine Lieben

„Katalonien-Konflikt spaltet die Familie“

<Berlin> (cat). Erst im letzten Winter wurden Daniel Brühl und seine Lebensgefährtin Felicitas Rombold Eltern – der kleine Anton ist das größte Glück des Schauspielers. Sorgen bereitet dem Sohn eines Deutschen und einer Spanierin die Lage in seinem Geburtsland Spanien. Brühl, der sich gegen eine Abspaltung Kataloniens aussprach, spielte in dem Film „Salvador“ (2006) einen katalanischen Untergrundkämpfer und hat ein Buch über seine Geburtsstadt Barcelona geschrieben. Der Star zur „SZ“: „Ich will keine alarmistischen Szenarien an die Wand malen. Aber mich schaudert, wenn ich mich umschaue und merke, wie der Konflikt an mich heranreicht, wie ich in meinem ganz persönlichen Umfeld Gräben beobachte, die jeden Tag tiefer werden.“ Die Lage sei so aufgeheizt, „dass es in meiner eigenen Familie auseinandergeht“, so der 39-Jährige: Befürworter der Unabhängigkeit streiten sich auch dort mit radikalen Gegnern. Vor einiger Zeit hätte Daniel erwogen mit Familie nach Barcelona zu ziehen, doch nun frage er sich, ob ihm die katalanische Hauptstadt noch Heimat sein könne. „Oder ob man gerade dabei ist, mir etwas zu nehmen.“ Parallel muss der Kino-Held die Gastro-Pleite seiner Berliner Tapas Bar am Prenzlauer Berg verkraften. Wie eine Sprecherin der Bild bestätigte, ist der Ofen bereits aus: „Das Restaurant hat vor zwei, drei Wochen zugemacht. Es wurde einfach nicht so angenommen.“ Zu geringe Besucherzahlen seien demnach das größte Problem gewesen.

 

 

BU: Für Daniel Brühl ist Katalonien als Wohnort zurzeit zu gefährlich
Foto: highgloss.de

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