David Guetta LIVE in der Frankfurter Festhalle

 

Frankfurt. Ein musikalischer Weltstar kam nach Frankfurt: David Guetta, DJ und Musikproduzent, souveräner Wanderer zwischen Trap, Hiphop und vor allem House, auch in der Electro House und Old School House-Richtung. Ein Mann der Superlative: Schon 2009 vom britischen DJ Mag zum drittbesten DJ der Welt, dem besten in House, gewählt, schaffte er es 2011 dann nach ganz oben: auf Platz 1 der weltweiten DJ Mag 100-Liste! Alles Vergangenheit? Seine Ausstrahlung kann man an der fantastischen Zahl von aktuell mehr als 1,1 Milliarden YouTube-Aufrufen seines Titels „Hey Mama“ ablesen. Nun also David Guetta, der Legendäre, in der Frankfurter Festhalle im Rahmen einer dreiwöchigen Europa-Tournee mit der Four Artists Booking Agentur. Als örtlicher Veranstalter zeichnete Markus Gardian Booking.

Ein cleveres Vorprogramm ab 18.30 hatte dafür gesorgt, dass das Publikum in bester Party-Stimmung auf den Star wartete. 7500 Besucher füllten die Festhalle, von Teenies mit ihren Eltern bis zu Best Agern, dazwischen ein paar Paradiesvögel, einer im Schottenrock. Das niederländische Deep House  DJ-Team „Deepend“, der französische Shootingstar Hugel heizten mit House die Fans an. Anders als sonst waren die Getränkestände nicht im Foyer und den Gängen aufgebaut, sondern im Innenraum der Festhalle. Farben, Strahlen, Laserbündel huschten durch den riesigen Raum, Disconebel stieg auf, Musikclubatmosphäre war angesagt.

So war die Menge längst in Bewegung und die Spannung steigerte sich. Strahlenregen schien nach unten zu fallen, die Bühne tauchte in rotes Licht, der Titel „Good to be bad“ klang auf und da stand er auf der Bühne: David Guetta, geradezu winzig gegen sein unendlich vergrößertes bewegtes Bild auf der Großleinwand – vielleicht Ausschnitte des Films „Nothing but the Beat“ von 2012? Locker, freundschaftlich begrüßte Guetta sein Publikum:  „I had three amazing weeks in Europe. This is the last evening, so let´s celebrate together“. Jubel von 7500 Stimmen brauste auf, der „Jetzt oder nie“-Stimmung, dem insistierenden Beat konnte sich niemand entziehen. „Good tob e bad“ klang nochmals auf, Zombies huschten über die Riesenleinwand. Längst waren die Zuhörer elektrisiert, Guetta feuerte sie an. Die Arme hochgereckt, tanzten sie, soweit es überhaupt Platz gab, die Handys blitzten auf, die Füße klopften den Rhythmus. Visuals, Pyroeffekte, dumpfe insistierende Bässe – das alles mischte sich wie eine Hommage an den Zauberer am Pult. Schon als Jugendlicher legte er in Pariser Diskotheken auf, entwickelte die Kunst, viele Menschen in die selbstgeschaffenen Klangräume einzubeziehen, experimentierte mit Stilrichtungen, suchte sich immer neue kreative musikalische Partner.

Auf die „Reise zwischen Musikrichtungen“ nahm er auch in Frankfurt mit. Zwischen typische House-Titel schob er chillige Balladen. Rosen, Farbregen waren auf der Leinwand zu sehen, sehnsüchtig-verhalten, gar nicht basslastig wurde Martin Garrix´ und David Guettas Song „So far away“ eingespielt. „2U“, der Gold- und Platinum-Regen-Titel von Justin Timberlake und Guetta folgte. Clever baute das Intro von „Titanium“, einer Kooperation Guettas und der australischen Sängerin Sia, mit abgedämpftem Gitarren-Loops Spannung auf, um dann mit massiven Bässen und Synths zu einer atemlosen Tanz-Ekstase einzuladen. Vollends außer sich war das Publikum bei „Hey Mama“ mit Nicki Minaj. Es war fast Mitternacht, als die letzten Gäste aus der Festhalle kamen, die „Faszination David Guetta“ nachließ.

Trotz eisigem Wind gab es auf dem Platz vor der Festhalle Nachgespräche: „Guetta ist als Weltstar freundlich, natürlich geblieben.“ Ein Fan aus Mexiko hatte sich beim Deutschlandurlaub diesen Abend nicht entgehen lassen: „Musik ist Guettas Leben, das strahlt er aus, so verzaubert er die Leute“.

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