Nun war es so weit… Es ist Samstag der 13.04. und es ist einfach mein letzter Tag den ich in Deutschland verbringe. Ich musste an diesem Tag meine Koffer fertig packen und ein paar Kleinigkeiten erledigen. Ich war mal wieder sehr früh wach, diese Zeit habe ich genutzt, nachdem ich in ruhe gefrühstückt habe, aber das war nicht der einzige Grund warum ich früh aufgestanden bin. Ich dachte mir, ich übergebe meinen Eltern noch ein kleines Geschenk um Ihnen meine Dankbarkeit zu zeigen für das was sie für mich die letzten Jahre gemacht haben und für die Unterstützung die sie mir in schweren Zeiten gegeben haben. Sie mussten mich ja fast 29 Jahre ertragen und in den letzten Jahren haben ich Ihnen auch einiges zurückgeben wollen. Um dies auszudrücken habe ich Ihnen einen kleinen lieben Brief geschriebe, in dem ich versucht habe die richtigen Worte zu finden um dies auszudrücken, dazu gab es noch zwei große Kaffeetassen mit der Aufschrift „Beste Mama der Welt und Bester Papa der Welt“. Dies habe ich dann auf den Esstisch gestellt. Da meine Eltern später als ich aufgestanden sind, war dies ideal als Überraschung am morgen.

Als ich dann wieder in mein Zimmer gegangen bin und weiter gepackt hatte, überflog mich doch die Müdigkeit und Anstrengung der letzten Wochen, daher entschloss ich mich noch kurz zu schlafen. Als ich nach ein paar Stunden wieder aufgewacht bin, bin ich direkt in das Zimmer meines Vaters gegangen und war erstaunt was ich da gesehen habe! Er war eigentlich die letzten Wochen immer cool und entspannt und ich habe viel mit ihm geredet und unternommen (vor allem einkaufen oder kochen :D). Ich habe wirklich versucht noch so viel Zeit wie Möglich mit den Personen zu verbringen die ich lieb habe bzw. liebe. Nunja, was ich dann gesehen habe hat mich wirklich geflasht. Mein Vater lag im Bett (wie so oft) und hatte fern gesehen, aber diesmal mit tränen in den Augen. Er sagte direkt das dieser Brief den ich für meine Eltern geschrieben hatte ihn sehr getroffen hat und das hat mich dann auch so berührt das ich meine Emotionen auch nicht mehr zurückhalten konnte. Dadurch das ich schon seit drei Wochen mich mit diesen Gedanken beschäftigen musste, viel es mir leichter mich wieder zu fangen und konnte dadurch auch meinen Papa wieder einkriegen ☺

Als mir das gelungen ist, bin ich direkt hoch gegangen, um zu gucken wie es meiner Mutter geht. Sie saß am Esstisch und weinte auch, aber sie war schon die Tage vorher seit der Abschiedsfeier so emotional. Ich habe sie auch erst mal getröstet und habe es geschafft aufzufangen. Irgendwie mussten ja beide damit klar kommen das ihr kleiner Christoph nun groß und Erwachsen geworden ist und das Haus verlässt ☺
Wie gesagt, wollte ich an diesem Tag noch ein paar Kleinigkeiten erledigen, darunter war mal wieder ein Einkaufen (es wurde ja schon fast Normalität, da mein Vater in dieser Zeit nicht Auto fahren durfte durch seine letzte OP). Ich hatte mir zum Mittagessen Hackbraten gefüllt mit Käse und Bratkartoffeln gewünscht, da wir das schon lange nicht mehr gegessen hatten und mein Vater einfach den besten Hackbraten und die besten Bratkartoffeln der Welt macht! (zumindest nach meinem Geschmack, aber dies können auch einige Bestätigen die an meinem 20. Geburtstag anwesend sein durften) grinsender smiley. Ich kaufte noch die fehlenden Zutaten die zu Hause gefehlt hatten und andere Dinge die wir noch benötigt haben bzw. meine Eltern und brachte das dann Heim. Mein Vater hatte schon den Großteil vorbereitet und somit konnte ich ihm beim kochen helfen. Da ich nach dem Mittagessen schon wieder direkt was vor hatte, war mein Zeitplan ziemlich eng, aber es ging alles in Ruhe, vom kochen bis zum essen (Ich wollte ja nicht wieder gestresst sein smiley mit Tropfen am Kopf). Kaum war ich fertig mit Essen, kam auch schon mein nächster Termin angefahren. Ich ging mit Freunden das letzte Mal Pokèmon Go spielen in Deutschland spielen (Ja, das gibt’s noch und ihr glaubt gar nicht voll der Herrngarten in Darmstadt war an diesem Tag war, da man dort besonders gut ein bestimmtes Pokèmon häufiger fangen konnte). Das war mein lockerste Community Day (so nennt man diesen „besonderen Tag“ für Pokèmon Go Spieler) den ich je hatte und wir konnten gemeinsam durch den Herrngarten spazieren (3 Stunden lange Affe der sich die Augen zu hält). Danach sind wir wieder direkt heim gefahren und ich hatte keine pause, denn ich musste meinen Koffer weiter packen und ich hatte entschlossen nochmal einen Abend mit Freunden zu verbringen.

Ich machte 21 Uhr aus, damit hatte ich genug Zeit meinen Koffer zu packen und alle konnten zu dieser Zeit gemeinsam den Abend starten. Wir hatten nochmal einen sehr schönen Abend. Es kamen nochmal 5 Leute zusammen und wir lachten viel und schwebten in nostalgischen Erinnerungen. An diesem Abend habe ich dann noch ein Geschenk überreicht bekommen. Es war ein Fotobuch mit vielen Erinnerungen der letzten Jahre. Es ist der Wahnsinn was für Freunde ich habe! Es sind so viele Erinnerungen in diesen Bildern gewesen und ich liebe es wenn diese individuell und kreativ gestaltet sind! So etwas macht es viel persönlicher und man weiß das darin viel Arbeit und liebe reingesteckt wurde. Ich hatte das Buch kaum offen, da konnte ich meine Emotionen wieder kaum zurückhalten, aber das kenne ich ja zu gut und konnte mich dann auch wieder schnell fangen und mich mehr freuen was ich in diesen Fotos gesehen habe. Diese Erinnerungen nochmal auf Fotos zu sehen haben mich so glücklich gemacht und die Stories die dahinter stecken sind einfach die geilsten Erinnerungen die man haben kann! Ich habe wirklich schon viel erlebt und diese Erinnerungen kann mir niemanden mehr nehmen! Ich bin so dankbar solche Freunde zu haben und das sie mit mir einfach genauso viel Spaß hatten wie ich (hoffe ich zumindest :D). Das ist einfach einzigartig! Als ich dann endlich zu Hause war, Stand ich dann bestimmt nochmal eine halbe Stunde vor dem Haus und habe in die Sterne geguckt. Mir wurde dann erst richtig bewusst… scheisse, das war dein letzter Tag hier in Deutschland. Morgen früh fliege ich schon los! Mir ging so viel durch den Kopf. Als ich dann im Zeitlupen-Tempo in Richtung Zimmer gelaufen bin dachte ich mir dabei… oh, das könnte das letzte mal gewesen sein das ich durch diesen Gang laufe…(zumindest in diese Richtung smiley mit Tropfen am Kopf). Ich habe mich direkt ins Bett gelegt und versuchte so schnell wie möglich einzuschlafen. Als ich dann im Bett lag kamen wieder meine Emotionen ins Spiel und habe vieles reflektiert und ich musste so schnell wie Möglich versuchen diese Emotionen wieder zu unterdrücken, da ich ja schon längst schlafen musste. Die geplante Abfahrt am nächsten Tag war 4:40 Uhr. (Schlafzeitpunkt war ungefähr 2 Uhr)

Tob e continued…