Der erste Trainingstag

Irgendwie hatte ich ein gutes Gefühl morgens das ich heute einen coolen und interessanten Tag erleben werde. Ich war richtig motiviert auf die neue Herausforderung in meinem Leben! Daher bin ich auch 1 Stunden früher los um wirklich pünktlich zu sein. Da ich am Tag zuvor so gut zurechtkam, was die öffentlichen Verkehrsmittel betrifft, dachte ich mir: „Ok, das sollte locker reichen…“ Als ich in den Bus eingestiegen bin der in mich hätte zur richtigen Station fahren sollen bzw. in die Nähe meines dieses Gebäudes, dachte ich ok, einfacher wird es wirklich. Na ja, der Bus, in dem ich saß, fuhr wohl in die falsche Richtung und ich hatte keine Ahnung wo ich bin, denn irgendwie hatte das Internet UND das GPS auf meinem Handy Probleme mit der Verbindung. Ich dachte mir: „Ok, du hast noch Zeit, du bist früh genug los!“ Da ich in einer Stadt war, müsste es ja noch mehrere Möglichkeiten geben, um an mein Ziel zu kommen. Also habe ich wieder nachgeguckt wie ich ab der nächsten Haltestelle, an der ich ausgestiegen bin, zu diesem Gebäude komme. Als ich dann in den nächsten Bus gestiegen bin (diesmal in die andere Richtung), dachte ich, dass ich diesmal wirklich richtig ankomme. Das Ende der Geschichte war. Ich bin mit dem Bus gefahren und gefahren und wusste nicht wo ich bin, da an den Haltestellen keine Namen waren bzw. schlecht zu lesen waren. Ich war total verunsichert (und das passiert mir selten). Ich bin wieder irgendwo ausgestiegen und habe mit leichter Panik mein Handy mal neugestartet (Immer noch Probleme mit dem Internet und GPS) und habe danach wieder nach einer neuen Route geguckt, um diesmal wirklich anzukommen! Diesmal wurde es eine Straßenbahn. Diese sollte nun wirklich da hinführen wo ich hin musste! Ich war noch relativ lässig unterwegs, da ich wirklich noch einiges an Zeit hatte. Was ist diesmal passiert? Ich fuhr wieder in die falsche Richtung! Aber das habe ich erst bemerkt, nachdem ich fast den ganzen Hafen entlang gefahren bin und es hätte weniger Haltestellen sein müssen als ich bisher gefahren bin … Da in der Bahn zwar diesmal die Haltestellen zu lesen waren, hätte ich mich daran orientieren können, aber da ich das erste Mal in dieser Stadt war, hatte ich ja gar keine Ahnung, wo ich war. Also bin ich wieder irgendwo im nirgendwo ausgestiegen. Ich versuchte nochmals über mein Handy Herauszufinden wo ich den bin was ich am besten machen sollte… Diesmal schlug mein Handy vorzulaufen. Es schien wohl doch nicht so weit weg zu sein. Also bin ich dann gelaufen und das nicht zu langsam. Ich war nämlich mittlerweile spät dran und es wurde immer knapper mit der Uhrzeit! Mein Handy hatte aber noch als Option stehen gehabt eine Straßenbahn zu nehmen, welche dort hinführen würde, dadurch hätte ich Zeit gespart. Also suchte ich die Station der Bahn und ich würde es noch pünktlich schaffen! Ich wartete ewig auf eine Bahn, aber irgendwie kamen nur Busse. Ein netter Polizist, den ich gefragt hatte, wo denn diese Bahn kommen würde hatte mir, dann versucht zu erklären wo diese Haltestelle ist (er konnte kein Englisch, daher hatten wir uns quasi mit Hand und Fuß unterhalten). Als er mir den Weg zur richtigen Haltestelle erklärt hatte und ich endlich in der Bahn saß, dachte ich mir: “Ok, dieses Mal werde ich es schaffen. Es sollten ja eigentlich nur noch 3 Stationen sein und dann bin ich endlich an diesem Ort! Zwar etwas zu spät, aber da kann man mal ein Auge zudrücken für den ersten Tag Da gibt’s bestimmt Einsicht. Und nun? Was ist passiert? Chris fährt mit der Bahn und wundert sich das die gesuchte Haltestelle nicht nach 3 Stationen aufgetaucht ist. Ich dachte mir:“OK, vielleicht hat sich mein Handy etwas an der Anzahl der Haltestellen vertan.“ Zumindest hatte die Liniennummer und die Abfahrt Zeit gestimmt, daher sollte ich ja in der richtigen Bahn sitzen. Ich fuhr immer weiter, bis ich irgendwie dachte…“hmmm, jetzt fahre ich doch schon relativ lange“. Nachdem ich wieder an mir zweifelte und verunsichert war, bin ich bei Belém ausgestiegen. Ich kann mich daran noch so gut daran erinnern, denn dort ging es dann los das sich das Blatt wenden würde. Allerdings war ich bereits zu spät. Das hat mich fürchterlich aufgeregt! Ich bin mit Absicht früher los um nicht zu spät zu sein und das wirklich mit einer großen Zeitspanne und bin nun doch zu spät . Am Bahnhof der Straßenbahn habe ich dann jemanden angesprochen und habe ihr dann die Adresse gezeigt und meine vorgeschlagene Route und Bus. Sie erklärte mir den Weg und ich bin dieser Anweisung dann gefolgt. Diesmal ließ ich mir Zeit, denn zu spät war ich eh schon. Ich habe die Haltestelle auf Anhieb gefunden, trotzdem war ich diesmal von Anfang an verunsichert, also fragte ich eine Person, ob denn die Verbindung stimmen würde die auf meinem Handy stand. Er bestätige mich und gab mir sogar den Rat einen anderen Bus zu nehmen der etwas früher fährt und auch dort hinführen würde. Diesen nahm ich dann auch und als ich eingestiegen bin, habe ich auch den Busfahrer direkt gefragt, ob er da hinfährt mit der Bitte mir Bescheid zu geben, wann ich denn aussteigen sollte. Da die fahrt etwas länger gedauert hat und da ich mittlerweile sehr weit weg von dem Gebäude war, war die Fahrt dementsprechend lange, aber dieses Mal komme ich an mein Ziel! Nach einer langen Busfahrt und der richtigen Haltestelle bin ich hektisch losgelaufen. Das Gebäude welches ich gesucht habe, müsste nun in der Nähe sein. Also suchte ich die richtige Hausnummer. Ich bin erst mal hektisch losgelaufen, Ich wusste ja trotzdem nicht welches Gebäude es ist. Da ich es nicht auf Anhieb gesehen hatte, bin ich zum nächsten Kiosk gegangen das ich gesehen habe und habe dort nachgefragt wo denn diese Adresse wäre. Natürlich wieder in der anderen Richtung. Als ich dann wohl richtig war, dachte ich mir dann: „Ok, du bist manchmal wirklich blind!“ An der Wand des gesuchten Gebäudes war gaaaaanz groß das Firmenlogo mit einem Werbeslogan drauf… Ich hätte mir in den Arsch beißen können, aber ich war endlich am Ziel! Ich bin in das Gebäude total verschwitzt und außer Atem reingestürmt. Die Security am Eingang konnte mir zum Glück direkt weiterhelfen und hatte jemanden gerufen um mich zu dieser Schulung zu bringen. Na ja, immer noch verschwitzt und außer Atem bin ich dann in diesen Schulungsraum gekommen. Ich habe mich direkt versucht mich auf Englisch zu entschuldigen. Bis mich ein nettes Mädchen in dieser Gruppe ansprach und meinte, dass ich auch deutsch reden könnte. Ich dachte: „Ok, krass… noch eine deutsch Person bzw. deutsch sprechende Person, denn sie hatte einen österreichischen Akzent“. Aber immer habe ich jemanden gefunden der auch deutsch spricht. Ich fühlte mich direkt etwas wohler, aber Ende hatte sich rausgestellt, dass alle Personen der deutschen Sprache mächtig waren! 😀 Das hatte mich dann natürlich noch glücklicher gemacht. Ich musste mich dann natürlich erst mal vorstellen, denn die Vorstellungsrunde war natürlich längst vorbei 😀 Es wussten dann zwar alle wer ich bin, aber ich wusste nicht mal einen Namen . Als ich dann eine Weile da saß und dem Trainer zuhörte, dachte ich mir: „Ok, krass. Kein Anschiss und eher Verständnis, da es der erste Tag war.“ Da der Trainer es so locker genommen hatte, war ich Happy endlich angekommen zu sein. Das Unglaubliche daran war. Ich war nicht mal die letzte Person die so viel zu spät kam Es kam dann noch jemand später als ich und somit war ich nicht mal der letzte in dieser Runde 😀 Nun habe ich es geschafft und es liegt nun meiner Hand wie sich jetzt alles entwickelt in Lissabon.

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