Disney in Concert – Festhalle Frankfurt 08.12.17

Bild: König der Löwen © Disney

(Frankfurt) In die Klangfülle eines großen Symphonieorchesters eintauchen konnten die Zuschauer in der Festhalle. „Disney in Concert – Magic Moments“, eine Zeit-, Klang- und Bildreise durch die beliebtesten Produktionen der letzten 80 Jahre, wurde vom Hollywood Sound Orchester und seinem Dirigenten Heinz Walter Florin begleitet. Disney-Fans mehrerer Generationen waren in der Menge von 6 500 Zuschauern zu entdecken, aber auch Kinder mit ihren Eltern, ein treues Publikum der Disneyfilme. Als unentbehrliches Live-Maskottchen tanzte beim Einzug des Orchesters die Mickymaus mit Dirigentenstab vor der gigantischen Leinwand. Noch mehr hatte der Berliner Veranstalter semmel concerts aufgeboten. Es sangen Stars der deutschen und internationalen Showszene. Durchs Programm führte Jan Koeppen, TV-Moderator im Musik- und Comedybereich, seit 2014 auch beim Disney Channel.

Cassandra Steen – © Hannes Casper

Nach New Orleans führte Koeppen zuerst. „Küss den Frosch“-Szenen wurden eingespielt und zwei preisgekrönte Große der Musikszene waren zu hören: Cassandra Steen, die „Frau mit der Engelsstimme“, und Gil Ofarim, Träger eines bekannten Namens und musikalisch und darstellerisch überzeugend. Temperamentvoll in fetzigen, vielleicht Jazz-inspirierten Rhythmen oder getragen, schmelzend – das Publikum war schon von diesem ersten Thema an in Bann gezogen. Nächste Station Frankreich: nicht nur singend, sondern auch tanzend begleiteten Opern- und Musical-Sängerin Milica Jovanović und Lars Redlich, ebenfalls Top-Act auf deutschen Musicalbühnen, Szenen aus „Die Schöne und das Biest“. Dann ab in die Unterwasserwelt, mit Bildfolgen in magischem Blau: „Arielle“, die rührende Geschichte der kleinen Seejungfrau, folgte, durch die Stimmen der holländischen Musicaldarstellerin Willemijn Verkaik, durch Steen und Redlich in ein Gefühlsbad verwandelt. Zurück in der Realität waren Backstage-Einblicke aus Disneyland Paris zu sehen, machten Lust auf einen Urlaub dort.

In die Zeit, „als das Wünschen nach geholfen hat“, führte „Oben“, der zehnte Disney-Animationsfilm. Märchenhaft ist es, wie ein bedrängter alter Mann mit Hunderten von Luftballons sein Haus zum Fliegen bringt. Ebenso märchenhaft wurden Dutzende ganz großer farbiger Bälle in die Halle geworfen, waren wie riesige Luftblasen anzusehen, wurden weitergeprallt.

Brian Hull – © Texas Headshots

Mit Brian Hull kam ein ganz besonderer Special Guest. Zurufe aus dem Publikum animierten den „Mann mit 28 Stimmen“ und 80 000 YouTube-Followern. In Sekundenschnelle wechselte er mit der Stimme eines Disneycharakters zur nächsten, von Aladin bis Balou („Dschungelbuch“), von Donald Duck bis Goofy, auf der Leinwand mit Originalszenen untermalt. Das Publikum tobte. Mit exotischen Szenerien und den Melodien von Oscar-Preisträger Alan Menken führte „Aladin“ in die Welt des Morgenlandes. „A friend like me“ erklang und Hunderte Zuschauer sangen mit.

Dann Antilopenherden in der Steppe, ihre Bewegung im Rhythmus der Musik als Auftakt eines der bekanntesten, beliebtesten Disney-Filme, „König der Löwen“. Manchmal afrikanisch inspiriert, war die Musik von Elton John zu hören, einfühlsam auf die Figuren zugeschnitten und eines der Erfolgsgeheimnisse des Films. Das Medley der Melodien, besonders das Liebeslied „Can you feel the Love tonight“, mit Gil Ofarim als Leadsänger und dem Chor der anderen, verfehlte seine Wirkung nicht. Das Publikum schmolz hin.

Anton Zetterholm – © Jessylee Photography

Ein förmliches Aufatmen war bei den Mädchen im Publikum zu spüren, als endlich, endlich die „Eiskönigin“ kam, der Abräumer von 2014, der mit Oscar und Golden Globe gleich zwei Top-Auszeichnungen holte. „Ich bin frei“ erklang, tausende Handys blitzten auf, imitierten mitten in der Halle den Sternenhimmel – ein magischer Moment. „Tarzan“ mit der Musicalgröße Anton Zetterholm in der Hauptrolle beschwor mit Trommeln, mit raffinierten Lichteffekten den Dschungel herauf.

Brachte das „Dschungelbuch“  ein Tipp für die Tage im Vorweihnachtsstress? Alle Bühnendarsteller einschließlich Brian Hull sangen „Probiers mal mit Gemütlichkeit“, das Lied des Bären Baloo aus dem „Dschungelbuch“ und Tausende im Publikum fielen ein! Alles in allem ein von „semmel concerts“ opulent organisierter Abend, der den ganzen Zauber der Disneyproduktionen mit märchenhafter Thematik heraufbeschwor. Schon jetzt gibt es Karten für „Disney in Concert – Magic Moments 2018“. Da werden wohl kaum leere Plätze bleiben.

 

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