#EduAmbulanz oder: warum ich eine Schule in Syrien aufbaue

#syrienschule #sharedichdrum

(Barbara Volkwein) Als ich vor vielen Jahren in Syrien Freundschaften schloss, hätte ich nie gedacht, dass diese Menschen jemals durch einen Krieg in Not geraten könnten. Heute will ich dort im Land helfen und baue eine Schule auf. Dafür brauche ich Eure Unterstützung.

Hier geht’s zum Video:

(Film mit freundlicher Genehmigung von Niklas Volkwein, Musik von UWAGA! Bilder mit freundlicher Freigabe durch dimashqilens.com/en)

Ich habe ehrenamtlich ein Crowdfunding-Projekt gestartet, in dem ich den Aufbau einer Schule in der Region Idlib (Syrien) unterstütze.

Angefangen hat alles mit einer Reise vor genau zwanzig Jahren. Mit Rucksack und meinen besten Freunden bin ich durch Syrien entlang der Karawanenstraße gereist, wo über Jahrtausende der Handel vom Osten zum Westen floss. Wir haben die Wiege der orientalischen Kultur in Damaskus gesehen, waren länger in der antiken Oasenstadt und UNESCO Weltkulturerbe Palmyra, dem wichtigsten und reichstem Umschlagsplatz des römischen Imperiums mit unglaublichen Baudenkmälern, reisten durch Rakka und landeten in Aleppo, dem Zentrum islamischer Kultur. Nicht nur kulturhistorisch war diese Reise für mich ein unglaublich schönes Abenteuer, es war vor allem – und dies bei den damaligen Sprachbarrieren – die freundliche Aufnahme der Syrer beeindruckend, die uns überall willkommen geheißen und uns geholfen haben.


Fotos Syrien mit freundlicher Genehmigung von Wolfgang Schödel

Ich möchte diesen Menschen etwas zurück geben:

Darum will ich eine Schule in Idlib in der Nähe von Aleppo aufbauen.

Es sind in diese Region etwa 1,5 Millionen Menschen geflohen. Die meisten von ihnen sind viel zu arm, um ins Ausland zu gehen. Sie ‚hausen’ in wilden Lagern auf offenem Boden ohne sanitäre Anlagen, es gibt so gut wie keinen Zugang zu Kleidung, ausreichend Nahrung, medizinischer Versorgung oder gar Bildung.
Unter ihnen ist ein Teil des innersyrischen Netzwerkes, mit dem der Verein SyrienHilfe e.V. seit Jahren vertrauensvoll und erfolgreich zusammen arbeitet. Das ist nun der Grund, warum dort Schulen aufgebaut werden, eine davon unterstütze ich in Form einer Crowdfundingkampagne.

 Idlib mit freundlicher Genehmigung von SyrienHilfe e.V.
Idlib mit freundlicher Genehmigung von SyrienHilfe e.V.

Lohnt es sich, eine Schule im Krisengebiet aufzubauen … und ob?!

Die häufigste Frage, die mir in den letzten Tagen begegnet, ist die, ob es sich überhaupt lohnt, eine Schule in einem Kriegsgebiet aufzubauen. Das kann ich gut verstehen – die syrischen Helfer haben aus der (wirklich schlimmen) Not eine Tugend gemacht: Obwohl sie selbst von Region zu Region fliehen müssen, erschaffen sie mittlerweile sehr versiert an allen Orten in gewisser Weise mobile Einrichtungen. Gemeinsam mit den Spenden von SyrienHilfe e.V. bauen sie keine Gebäude mehr, sondern sie mieten leerstehende Gebäude an und bauen diese dann um zu Versorgungseinrichtungen, zu Ausbildungs- und Arbeitsstätten, zu Schulen…, so dass im Falle einer Zerstörung der Schaden ‚begrenzt’ bleibt. Das klang auch für mich ziemlich hart, aber die Helfer gehen dann einfach an einen anderen Ort und machen da mit demselben Konzept weiter. Auf diese Weise ist es im bescheidenen Rahmen nachhaltig – es schafft dort jungen und alten Menschen Perspektiven.

Foto vom Gebäude mit freundlicher Genehmigung von SyrienHilfe e.V.
Foto vom Gebäude mit freundlicher Genehmigung von SyrienHilfe e.V.

Die Schule

Geplant ist eine Schule zunächst für 320 Kinder und Jugendliche. Das Gebäude ist schon da und soll mit unserer Hilfe in schulisches Leben verwandelt werden. Es wird gerade Stück für Stück in ehrenamtlicher Eigenarbeit renoviert und mit den notwendigen Dingen ausgestattet: Heizung, Tische, Stühle, Tafeln, ein gebrauchter Computer, ein Drucker. Im nächsten Schritt kommt das Personal hinzu: Lehrer, sogar welche mit Uni-Abschluss sind dabei, Wachschutz, Betreuer, Helfer zum Kochen und Reinigen sind dabei – es werden 20 Menschen sein, die dadurch in Lohn und Arbeit kommen. Dann ist es soweit, dass einige der gestrandeten Kinder überhaupt in die Schule gehen können.

Foto Schule mit freundlicher Genehmigung von dimashqilens.com/en
Foto Schule mit freundlicher Genehmigung von dimashqilens.com/en

Bildung und Kampagne

Für die Zukunft der syrischen Kinder ist Bildung enorm wichtig, sie schafft Alltag und sie schafft Perspektiven, zum Beispiel eines Tages die Verhältnisse im Land selbst und die eigenen zu verbessern. Ich selbst habe in meinen Musik-vermittelnden Projekten über zehn Jahre mit Tausenden Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten längerfristig kreativ und musisch gearbeitet, keine dieser Stunden war verschenkt.

Nun brauche ich für meine Kampagne, den Aufbau einer Schule in Idlib (Syrien), dringend Eure Unterstützung! Daher bitte ich Euch, zu spenden und dieses Projekt weiter zur reichen an die Menschen, die Hilfe ermöglichen können. Hier geht es zur Projekt-Plattform die ich bei der GLS Ethik Bank gestartet habe:

Gemeinschaftscrowd.de/syrienschule

Wie auch immer eine Unterstützung aussehen würde – ich bin Euch sehr dankbar, wenn Ihr mein Bildungsprojekt in Syrien unterstützt. An dieser Stelle danke ich der Mittelpunkt-Zeitung für die herzliche Aufnahme im Blog.

#EduAmbulanz, #syrienschule, #sharedichdrum

Finanzierungszeitraum 16.04.2017 23:59 Uhr
Realisierungszeitraum des Projektes: Frühsommer 2017

Kontakt

Dr. Barbara Volkwein
dr.volkwein [@] gmail.com

Facebook: barbara volkwein
Twitter: @ucation

 

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