Elektroauto Audi A3 Sportback e-tron im Vergleich

Plug-in-Hybrid mit großer Reichweite

Als Audi nach Fehlschlägen im Sommer 2014 mit dem A3 Sportback e-tron erstmals in Serie ging, waren die Wettbewerber bereits einen großen Schritt voraus. Trotz des holprigen Starts ist es den Ingolstädtern gelungen, sich auf dem umkämpften Elektrofahrzeugmarkt zu etablieren. Der A3 Sportback e-tron punktet als Plug-in-Hybrid gegenüber den reinen Elektroautos durch mehr Reichweite, da er neben dem Elektromotor auch über einen herkömmlichen Verbrennungsmotor verfügt. Besonderen Wert legt Audi beim e-tron auch auf die Alltagstauglichkeit. Ob die Umsetzung tatsächlich gelungen ist und ob die Oberbayern den Rückstand zur Konkurrenz aufholen konnten?

Der Nachzügler A3 Sportback e-tron von Audi holt auf

Der Audi A3 Sportback e-tron wurde auf der IAA 2013 erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt und ging im Sommer 2014 in Serie. Die Markteinführung in Deutschland folgte im Herbst desselben Jahres.

Seitdem holt der Ringträger mit den zwei Herzen unter der Haube erfolgreich auf. Mit 3.939 Neuzulassungen von Januar bis Oktober 2017 liegt er in Deutschland deutlich vor den Modellen der Wettbewerber mit reinem Elektromotor. Bei diesen führt immer noch der Spitzenreiter Renault ZOE mit 3.786 Zulassungen im selben Zeitraum die Liste an.

Auch im internationalen Vergleich konnte der A3 Sportback e-tron in den vergangenen Monaten deutlich zulegen. In den Niederlanden und in Skandinavien entscheidet sich mittlerweile jeder vierte Audi-Käufer für einen A3 Sportback e-tron. Besonders die Norweger haben Gefallen an dem kompakten Plug-in-Hybriden gefunden. Ein besonderes Augenmerk legt Audi wie gewohnt auf die Qualitätsanmutung im Innenraum und markiert damit nach wie vor den Klassenprimus in der Kompaktklasse. Auch die Alltagstauglichkeit bleibt dabei nicht auf der Strecke. Mit einer Länge von 4,30 Metern und einem Leergewicht von 1.574 kg ist der A3 Sportback e-tron einer der größeren Fahrzeuge in der Kompaktklasse und verfügt im Innenraum über Plätze für fünf Personen, die Dank der Ausführung als 5-türige Sportback Variante auch bequem ein- und austeigen können. Der Kofferraum des Hybrid-Audis fällt gegenüber den Varianten mit den Verbrennungsmotoren etwas kleiner aus. Die nur 280 Liter anstatt 380 Liter sind dem benötigen Platz für die zusätzliche Batterie und Technik des Hybriden geschuldet. Aber immerhin lässt dieser  sich durch Umlegen der Rückbank auf 1.120 Liter erweitern, womit immer noch  auch für größere Transporte ausreichend Kapazität geschaffen werden kann. Der Fahrkomfort und das Lenkverhalten sind trotz des Mehrgewichtes durch die zusätzliche Antriebstechnik nach wie vor exzellent.

A3 Sportback e-tron im Reichweiten Ranking

Bei dem Thema Reichweite sind hybride Elektroautos in zwei Welten zu Hause. Bei der reinen elektrischen Reichweite, die beim Audi A3 Sportback e-tron lediglich bei 50 Kilometer beträgt ist der Abstand zu einem reinelektrisch angetriebenen Renault ZOE, der es auf respektable 400 Kilometer (NEFZ) schafft, sehr groß. Doch in Kombination mit dem Verbrennungsmotor sollen beim A3 Sportback e-tron, ebenfalls nach dem NEFZ-Testzyklus gemessen, zauberhafte 890 Kilometer Reichweite möglich sein. Im Alltag pendelt sich die Gesamtdistanz dann wohl eher auf immer noch sehr gute 770 Kilometern ein. Im Schnitt verbrauchen die Besitzer eines Audi A3 Sportback e-trons nach eigenen Angaben auf spritmonitor.de 3,97 l/100km, was zum Vergleich zu einem reinen Benziner ein sehr guter Wert ist, aber nicht den NEFZ Angaben von 1,6 l und 11,4 kWh kombiniert entspricht. Leider fehlen hier die anteiligen Stromverbräuche. Aber dies ist bei einem Plug-in-Hybrid auch nur sehr schwer vergleichbar, da man nicht die anteiligen Strecken im Benzin- oder Elektrobetrieb weiß. Ist man häufig oder fast ausschließlich im reinen Elektromodus unterwegs kann der Benzinverbrauch sogar noch darunter liegen oder auch umgekehrt. Bei einem Plug-in-Hybrid sind somit die Strecke und der Anteil des Strombetriebs entscheidend für die Ökobilanz.

Damit ist der A3 Sportback e-tron die perfekte Lösung für Fahrer, die im Alltag gern beides vereinen möchten: ein umweltschonendes Stadtauto und ein sportliches Fahrzeug, das sich auch für längere Strecken eignet. Für die meisten täglichen Kurzstrecken zum Einkaufen oder ins Büro reicht die Akkuladung meistens aus und wenn es für den geplanten Urlaub oder der Fahrt zu den Schwiegereltern doch etwas weiter weggehen muss, bietet der Benzinmotor eine gute Ergänzung zum Elektromotor.

Reine Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride sind in ihrer Anschaffung oftmals noch wesentlich teurer als die konventionellen Modelle mit Verbrennungsmotor, was auf etwaige Käufer durchaus abschreckend wirken kann. Der Grund für die hohen Preise liegt in den Akkumulatoren und ihrer kostenintensiven Herstellung. Um die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen trotzdem zu steigern, werden diese in Deutschland mit einem Umweltbonus gefördert, der beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden kann.

Dabei wird unterschieden, ob es sich bei dem elektrisch betriebenen Fahrzeug um ein reines Batterieelektrofahrzeug, einen von außen aufladbaren Hybriden oder ein Brennstoffzellenfahrzeug handelt. Für einen Plug-in-Hybriden mit einem Listenpreis unter 60.000 Euro beträgt die Förderung bis Ende 2017 noch 1.500 Euro. Der Audi A3 Sportback e-tron liegt mit seinem Anschaffungspreis von 37.900 Euro für das Basismodell deutlich unter diesem Limit. Die Förderung kann jedoch nur beantragt werden, wenn der Hersteller ebenfalls die gleiche Summe von dem Nettolistenpreis nachlässt. Somit addieren sich dann nochmals 1.785 Euro hinzu, so dass am Ende 3.285 Euro Umweltprämie zusammenkommen. Und es gibt noch eine weitere gute Nachricht: Für Plug-in-Hybride gibt es eine Menge steuerliche Vergünstigungen, die sich am Ende ebenfalls positiv auf den Geldbeutel auswirken.

Der Audi A3 Sportback e-tron im Überblick

Der A3 Sportback e-tron, den Audi nur in der Modellvariante Sportback mit einer Leistung von 150 kW (204 PS bei einem Drehmoment von 330 Nm) anbietet, zeichnet sich als sportliches Multitalent aus. Von 0 auf 100 prescht der Verbrennungsmotor in rasanten 7,6 Sekunden und bringt es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h. Auf rein elektrischem Weg braucht die kleine Sportskanone 4,9 Sekunden für die 60 km/h-Marke und schafft in der Spitze 130 km/h. Der Elektromotor verfügt über 102 PS. Der Verbrauch liegt mit 11,4 kWh/100km und 1,5 l/100km kombiniert in einem moderaten Bereich. Auch die Reichweite kann sich durchaus sehen lassen. Zwar sind es nur 50 km beim Elektromotor (NEFZ), hybridisch schafft der A3 Sportback e-tron aber laut Audi stolze 890 km. Das entspricht einer tatsächlichen Reichweite von 33 bzw. 770 Kilometern im Alltag.

A3 Sportback e-tron Laden

Auch beim Aufladen spielt für Audi die Ästhetik wieder eine große Rolle. Die Ladebuchse des A3 Sportback e-tron versteckt sich nämlich hinter den vier Ringen im Singleframe. Aufgeladen werden kann der sportliche Allrounder sowohl daheim über eine alltägliche SchuKo-Steckdose mit 230 V oder an einer öffentlichen Ladesäule. Für Letztere gibt es zum A3 Sportback e-tron ein  Mode 3-Ladekabel dazu. Die Ladezeit verkürzt sich damit von etwa 4,5 Stunden Ladezeit an der Haushaltssteckdose auf 2,5 Stunden. Daher empfiehlt sich auch für zu Hause die Installation einer sogenannten Wallbox, da mit dieser die volle Ladeleistung von 3,6 kW erreicht werden kann. Für den Audi A3-etron bietet beispielsweise der Hersteller ABL mit seiner Wallbox eMH1 Basic ein perfektes Modell für Plug-in-Hybride zu einem erschwinglichen Preis.

Vor – und Nachteile des Audi A3 Sportback e-tron

Der A3 Sportback e-tron besticht mit der für Audi typischen schlichten Eleganz und hebt sich dadurch erfreulich von der Konkurrenz mit ihren teilweise sehr futuristisch anmutenden Designs ab. Das sportliche Fahrverhalten und die präzise Lenkung sorgen für anhaltendes Fahrvergnügen. Unschlagbar ist der kompakte Flitzer in Sachen Reichweite. Wenn die Batterie des Elektromotors nach etwa 33 Kilometern leer ist, kann die Fahrt mithilfe des Benzinmotors direkt weitergehen. Dadurch eignet sich der A3 Sportback e-tron zwar als umweltschonendes Fortbewegungsmittel für kleine Strecken, ein reines Elektrofahrzeug ist er damit aber nicht.

Ein Nachteil ist sicher der zum normalen Sportback eher klein ausfallende Kofferraum. Und das er keine Schnellladefunktion besitzt. Damit könnte der Audi bereits in wenigen Minuten wieder geladen werden und man hätte öfters die Möglichkeit rein elektrisch unterwegs zu sein. Zudem ist der A3 Sportback e-tron mit einem Basispreis von 38 400 Euro auch kein Schnäppchen für den Einstieg in die Welt der Elektromobilität.

Modellhistorie des Audi A3 Sportback e-tron

Der A3 Sportback e-tron besticht mit der für Audi typischen schlichten Eleganz und hebt sich dadurch erfreulich von der Konkurrenz mit ihren teilweise sehr futuristisch anmutenden Designs ab. Das sportliche Fahrverhalten und die präzise Lenkung sorgen für anhaltendes Fahrvergnügen. Unschlagbar ist der kompakte

Modellvarianten des Audi A3 Sportback e-tron

Den Audi A3 Sportback e-tron gibt es ausschließlich in der Ausführung als 5-türige Hatchback Limousine mit einer Batteriegröße 8.8 kWh zur Wahl.

Fazit: stylischer und umweltfreundlicher Plug-in-Hybrid zu einem hohen Preis

Wer besonderen Wert auf Eleganz und Sportlichkeit legt, ist mit dem A3 Sportback e-tron von Audi an der richtigen Adresse. Auch in der Reichweite ist der Saubermann mit den vier Ringen dank der sparsamen Hybridtechnik kaum zu toppen. Für Sparfüchse, die ein günstiges elektrisches Einsteigerfahrzeug suchen, ist der A3 Sportback e-tron aber leider zu teuer. Dafür punktet das Auto mit der gewohnt hochwertigen Verarbeitungsqualität und mit serienmäßigen Fahrvergnügen alle weiteren Optionen lässt sich Audi wie gewohnt teuer zu bezahlen.

Fotos: Sven Meschner

In Kooperation mit Wiest Autohaus Bensheim

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