Gunter Gabriel (†): Todesahnung?

Würde der Sänger ohne Dschungelcamp noch leben?

<Herford> (cat). Das wird die Belegschaft des Herforder „Waldesrand“-Hotels nie vergessen: Am 10. Juni feierte Gunter Gabriel mit Freunden in seinen 75. Geburtstag hinein – nicht ahnend wie tragisch die Party enden würde. Im Laufe der Feier stürzte der Sänger eine Steintreppe hinunter und zog sich mit einer Platzwunde in sein Zimmer zurück. Für den Hotel-Besitzer Dirk Stranghöner unbegreiflich: „Diese Treppe zu seinem Zimmer ist Gunter Gabriel zuvor schon 1.000 mal runter gegangen. Das „Waldesrand“ war schließlich sein Lieblingshotel. Er war Stammgast und auch vor oder nach Konzerten hier.“ Als der Künstler am Morgen nicht aufgestanden sei, wurde er ins Klinikum gebracht, wo die Ärzte einen dreifachen Bruch des ersten Halswirbels diagnostizierten. Am 12. Juni verlegte man Gabriel in die Uniklinik Hannover – es begann ein Martyrium des Liedermachers, welches mit seinem Ableben endete. Wie Gabriels Tochter der Presse erklärte, wurde ihr Vater zweimal operiert und sein Zustand stabilisierte sich. Doch um den komplizierten Bruch optimal ausheilen lassen zu können, war eine dritte Operation erforderlich. Eigentlich ein geringfügiger Eingriff, doch für das Herz von Gunter Gabriel zuviel: Nach einem Kreislaufzusammenbruch hörte es am 22. Juni auf zu schlagen. Ob der Künstler seinen Tod vorausahnte? Als Gabriel 2016 nach fünf Tagen das Dschungelcamp verließ, weil er sich schwach fühlte und unter Koordinationsstörungen litt, wurde er in den Medien verhöhnt. Der Grund für seine Gesundheitsprobleme war ein unerkannter Zeckenbiss. Damals sagte der Sänger, er habe schreckliche Todesvisionen gehabt, war sich sicher: „Die gesundheitlichen Nachwehen dieser Woche Australien werden mich sicher ins Grab bringen.“

 

 

BU: Gunter Gabriel sagte einmal er werde dem Tod „angstfrei und erhobenen Hauptes“ entgegengehen und über das Leben lachen.
Foto: highgloss.de

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