Interview: Marina Baranova (Klavierabend Literaturhaus Darmstadt)

Vergangenen Samstag (13.02.2016) durfte ich im Literaturhaus Darmstadt einen Klavierabend der besonderen Art mit Marina Baranova erleben. Marina stammt aus der Ukraine und lebt seit ihrem 18 Lebensjahr in Deutschland. Sie kam mit Ihren Eltern (beides Klavierlehrer) nach Deutschland, um Musik in Hannover zu studieren.

Ihr Konzert war absolut mitreißend. Insbesondere auch dadurch dass sie selbst Werke komponiert. Ihre Firebird CD (siehe Information am Ende) entstand sogar nahezu vollständig beim Bahnfahren. Im Anschluss hatte ich das Vergnügen, beim traditionellen «after concert dinner» der Chopin Gesellschaft, neben ihr zu sitzen. Hört selbst, was sie euch zu sagen hat und über was wir alles gesprochen haben.

Foto: (C) Hartmut Stolzmann (privat)
Foto: (C) Hartmut Stolzmann (privat)

MZ» Marina, erzähl uns doch bitte ein wenig über dein Instrument.

Marina»» Ich verfüge über einwunderbares Instrument, einen 1928 C.Bechstein Konzertflügel, mit dem eine ganz tolle Geschichte zusammenhängt. Ich habe in Zürich ein Konzert gespielt und wurde danach von einer sehr netten Dame angesprochen. Wir hatten ein interessantes Gespräch und nach einer Weile hat sie mich gefragt, auf welchen Flügel ich selber üben würde. „Leider“, sagte ich – „ich habe keinen eigenen Flügel“. Daraufhin sie: «das gibt’s doch nicht, das kann doch nicht wahr sein! Es gibt so viele Menschen, die einen Flügel als Möbelstück zu Hause haben und keinen Ton darauf spielen können!».
Da das Konzert in einem Klavierhaus stattgefunden hat und wir von lauter Konzertflügeln umgeben waren, fragte sie mich, ob ich denn Lust hätte, die Instrumente auszuprobieren. Und da sah ich ihn: er stand ganz bescheiden in der Ecke, mit einer Flügeldecke bedeckt. Als ich ihn ausgepackt habe und den ersten Ton darauf gespielt habe, sagte die Dame: „das ist er. Das ist Ihr Flügel. Ich werde Ihnen diesen Flügel schenken!“
Thomas» das ist ja unglaublich.
Marina»» Ja, ist es. Die Dame fragte mich anschließend, ob ich denn Platz für einen Flügel hätte. Und ich, unter Schock, habe die Frage bejaht. Obwohl das nicht im Geringsten stimmte, denn in meiner Hannoverschen Wohnung kann definitiv kein 2.40 cm großer Konzertflügel untergebracht werden. Lustig, nicht wahr? Ich hatte aber weiterhin Glück und habe einen perfekten Ort gefunden, an dem ich ein Arbeitsstudio aufgebaut habe und wo ich, zusammen mit meinem Flügel, die meiste Zeit verbringe.
Thomas» meine anderen Interviewpartner frage ich immer – wann hattest du das Gefühl, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen zu sein. Bei dir scheint das ja dann der Moment deines Auftritts in Zürich gewesen zu sein. Einfach fantastisch.
Marina»» Absolut Ja, das stimmt! Das war definitiv meine Sternstunde, denn ich lernte bei diesem Konzert auch eine andere reizende Dame kennen, die mich nach Thailand eingeladen hat, um für die Prinzessin zu spielen. Ich bin immer noch in Kontakt mit den beiden Frauen, inzwischen verbindet uns eine innige Freundschaft.

Foto: (c) Mathis Mischler http://merlin1.model-kartei.de
Foto: (c) Mathis Mischler http://merlin1.model-kartei.de

MZ» Gibst du Unterricht für Kinder oder andere Musiker?

Marina»» Nein, nicht mehr. Ich glaube nicht, dass man das nebenbei machen kann, denn das ist ein Beruf für sich. Meine Eltern sind Musiklehrer und ich weiß ganz genau, wieviel Geduld es kostet, wie ideenreich ein Unterricht sein muss, um mit dem Schüler Erfolge zu ernten. Als ich unterrichtet habe, hörte ich ständig diese innere Stimme: „was machst du da? Diese Zeit könntest du nutzen, um selber zu spielen, zu komponieren, zu produzieren“… Das ist nicht ehrlich den Schülern gegenüber und ich habe es gelassen.

MZ: Wie viel Konzerte gibst du im Jahr?

Marina»» Ganz unterschiedlich. Es gab Jahre, an denen ich viel zu viel konzertiert habe. Ich musste reduzieren, damit ich die Zeit zum Komponieren habe. Beim Komponieren ist es wichtig, die Möglichkeit zu haben, sich gedanklich auf eine innere Insel zu begeben und die Ideen auf mich zukommen zu lassen. Man sollte lieber die Hektik lassen. Mittlerweile spiele ich nur noch die Konzerte, bei denen mein Bauchgefühl sagt: „ja, ich möchte das“. Ein Luxus!

MZ: Hast du schon einen Verlag gefunden, der dir deine Noten verlegt?

Marina Baranova im Interview mit Thomas Nolte (MZ), (c) Foto privat
Marina Baranova im Interview mit Thomas Nolte (MZ), (c) Foto privat

Marina»» Nein noch nicht, das ist was Neues. Mal sehen… Ich werde oft nach Noten gefragt…
Thomas» Es gibt die Möglichkeit selbst zu verlegen, PDF Dokument erzeugen und über einen Workshop zu vertreiben. Viele Musiker machen das bereits.
Marina»» Klingt interessant.
Thomas» da gibt es Mittel und Wege das zu tun und andere Musiker machen das auch. Aber, es ist wichtig, dass man dann das Marketing über die Social Media Kanäle richtig anheizt.

MZ: wie läuft bei dir die persönliche Konzert Vorbereitung ab? Du kommst in eine fremde Stadt an einem fremden Ort und spielst ein fremdes Instrument.

Marina»» Es ist nicht so sensationell, ganz normal, locker. Man stellt sich doch innerlich schon lange Zeit vor dem Konzert darauf ein und denkt während der Vorbereitungen an dieses Event. Es ist quasi so, als würde man sich auf eine Geburt vorbereiten. Nur dauert es nicht ganze 9 Monate.. (lacht)
Thomas» (lacht) Bämm, und dann liefert man einfach ab, oder wie muss ich mir das vorstellen?
Marina»» Ja so ist es! Mehr noch: man stellt sich das Baby zwar vor und dennoch übertrifft es alle Erwartungen, wenn man es zum ersten Mal zu sehen bekommt. So auch die Konzertsituation: es ist immer anders, als in der Fantasie. Alle Faktoren, wie der Flügel, die Akustik, die Energie jedes einzelnen Menschen im Zuhörerraum und die die Wellen, die das Publikum im Ganzen ausstrahlt. Vor Ort verbringe ich circa 1,5h Stunden mit dem Instrument und taste erstmal den Raum und die akustische Möglichkeiten. Ich mag diesen Prozess des langsamen Kennenlernens und starte dann meist mit Improvisationen. Das ist schon ein wenig spirituell, als würde mir der Flügel seine Geschichte erzählen. Wenn wir mir einander vertraut sind, fange ich mit den Stücken an, die wir – der Flügel und ich – an jenem Abend vor haben.
Thomas» du hast ja an diesem Abend nach meinem Empfinden, dem Flügel förmlich ein neues Leben angehaucht. Das hat man gespürt und ich muss sagen, es war ein fantastisches Konzert – ich bin immer noch geflasht.

MZ» Hättest du denn mal Lust mit anderen Musikern gemeinsam, du am Flügel, sie ihren Instrumenten, zu improvisieren?

Foto: (C) Hartmut Stolzmann (privat)
Foto: (C) Hartmut Stolzmann (privat)

Marina»» wahnsinnig spannend, das mache ich sehr gern, mit ganz unterschiedlichen inspirierenden Musikern.
Thomas» Das wäre dann so eine Art Klassik Jamsession.
Marina»» ja genau. Ich habe das bereits vor vielen Jahren angefangen in großen Besetzungen oder gar zu zweit. Beim guten Impro – Dialog heißt eigentlich 1 plus 1 gleich 100!
Thomas» das kann aber auch nicht jeder.
Marina»» ja, das stimmt. Aber wenn das jemand kann und wenn die Chemie stimmt, kann es wirklich zu einem guten musikalischen Gespräch werden.

MZ: Bist du jetzt in Hannover hängen geblieben weil du in Hannover Musik studiert hast? Was ist das Besondere an Hannover?

Marina»» ich habe keine einfache Beziehung mit dieser Stadt. Ich sagte früher oft, dass ich Hannover nicht mag, bis ich gemerkt habe, dass es überhaupt nicht stimmt! Diese Stadt ist ehrlich, sie flirtet nicht und strengt sich nicht an, von der Schokoladenseite gesehen zu werden. Respekt, Hut ab!
In dieser Stadt habe ich eine Geheimecke gefunden, wo ich mein Arbeitsstudio aufgebaut habe und da kann ich, vom Stadtwald umgeben Tag und Nacht Musik machen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Vögel, die in diesem Wald leben meine Kompositionen beinah nachzwitchern können (lacht)
Also, ein Musikerparadies!
Thomas» Kennst du den dortigen Tierpark?
Marina»» Nein noch nicht, aber mein Arbeitsstudio ist ganz in der Nähe des Tierparks. Vielleicht finde ich endlich mal Zeit, ihn zu besuchen.
Thomas» So, jetzt machen wir erst mal eine Pause und essen eine Runde.

Foto: (c) Mathis Mischler http://merlin1.model-kartei.de
Foto: (c) Mathis Mischler http://merlin1.model-kartei.de

MZ: Du hast vorhin erzählt, dass du in jungen Jahren nach Deutschland gekommen bist. In welchem Alter bist du nach Deutschland gekommen?

Marina»» Ich war 18, fast 19
Thomas» Bist du alleine nach Deutschland gekommen oder bist du mit deinen Eltern nach Deutschland gereist?
Marina»» Ja, ich bin mit meiner ganzen Familie nach München gekommen, es war gerade Faschingszeit. Schon lustig, mein erster Eindruck von Deutschland. Beinahe hätte ich gedacht, dass in Deutschland alle Männer als Frauen gekleidet rumlaufen und mit fremden Frauen knutschen. (lacht)
Thomas» Ich kenne auch eine Freundin, die aus der Ukraine nach München gekommen ist. Ist das irgendwie typisch dass man aus der Ukraine nach München kommt?
Marina»» Nein, ich glaube München ist schon ein Privileg. Es ist eine wunderschöne extravertierte Stadt – ganz toll.

MZ: Du hattest vorhin im Konzert erzählt, dass deine Eltern Klaviere in ihren Zimmern stehen hatten, deine Mutter unterichtete Klassik und dein Vater im Nebenzimmer Jazz. Habt ihr die beiden Instrumente dann mit nach Deutschland überführt?

Marina»» Wir sind ohne die Instrumente nach Deutschland gekommen. Und gerade das war Anfangs ganz schwierig. Ich wollte unbedingt in Hannover studieren, da es einfach eine der besten Musikhochschulen Europaweit ist. Um mich auf die Aufnahmeprüfung vorzubereiten, brauchte ich Zugang zu einem Instrument, um üben zu können. Nach dem langen Suchen bin ich auf eine russisch/katholische Kirche fündig geworden. «Können Sie singen?» – fragte man mich. «wir brauchen Sänger. Wenn sie bei uns im Chor singen, dürfen sie auf unserem Klavier üben» und so konnte ich mich für die Aufnahmeprüfung in die Hannoversche Musikhochschule vorbereiten. Hätte ich die Aufnahmeprüfung nicht bestanden, würde ich meine Sängerkarriere fortsetzen (lacht).

MZ: Wie lange hast du studiert?

Foto: (C) Hartmut Stolzmann (privat)
Foto: (C) Hartmut Stolzmann (privat)

Marina»» Unendlich lange! Ich habe versucht, alle möglichen Fächer zu belegen, um so lange wie möglich bei meinem Professor zu studieren.
Thomas» Bei wem hast du studiert?
Marina»» Wladimir Krainew (https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Wsewolodowitsch_Krainew) . Ein legendärer Musiker.
Thomas» Du hast ja heute für die Chopin Gesellschaft in Darmstadt gespielt, war er legendär für Chopin Interpretationen?
Marina»» Was wirklich keiner so gespielt hat wie er, war Prokofjew. Auch Mozart hat er wahnsinnig schön gespielt. Sein Chopin war eben anders und sehr besonders. Er stellte einen ganz männlichen Chopin da und das mochte ich ganz besonders.
Sein Spiel war immer sehr filmisch, man konnte sich beim Zuhören viele Bilder vorstellen, die sich zu einer Geschichte formten. Sehr narrativ!
Thomas» Auch dich habe ich heute Abend als sehr lebhafte Musikerin kennen gelernt. Man spürt förmlich den Geist bei deinem Spielen.
Marina»» danke! Ja, es ist eine Art Kommunikation mit dem Publikum.
Thomas» Auch deine Füße waren ja ab und zu mal im Einsatz (lacht). Das habe ich in der Form bei anderen Pianisten so noch nicht kennen gelernt.
Marina»» ich weiß! Meine Füße sind aktiv involviert und tanzen quasi die Rhythmen mit. Deswegen nehme ich meine CDs stets barfuß auf. Sonst hat man eben zusätzliche Perkussionselemente mit auf der CD.

MZ: Hast du schon mal darüber nachgedacht und eine CD Produktion über die crowdfunding Plattform Startext oder Kickstarter zu finanzieren?

Marina»» Startnext kenne ich nicht, aber Kickstarter. Funktioniert es auch mit Klassik?
Thomas» Genau genommen ist das wie die Finanzierung der Aufnahme einer CD, die im Vorfeld angekündigt wird, die Leute die CD quasi im Voraus kaufen und du sie dann anschließend nur noch produzierst und an die Kleininvestoren auslieferst. Das ist der wahre Unterschied zur eigenen Vorfinanzierung einer CD-Aufnahme und dem Risiko, dass man die CD erst im Nachgang selbst verkaufen muss.
Marina»» Das ist eine gute Idee!
Thomas» In der Regel stellt man ja die Idee für ein Produkt vor, dein Produkt ist in deinem Fall eine Audio-CD. Du weißt was in dieser CD enthalten sein wird, du kennst die Stücke, du erstellst ein Video mit Musikauszügen. Im Prinzip stellst du damit dann deine Werke vor, die du produzieren möchtest, du brauchst dafür Musiker, die auch bezahlt werden müssen. Das alles kostet dann zum Beispiel 20.000 €. Was du dann benötigst sind 1.000 coole Leute, die an dich glauben und die CD vorbestellen. Nach der Aufnahme der CD musst du am Ende den 1.000 Kleininvestoren die CD nur noch zusenden.

MZ: Vielleicht wäre ja eine mit Starnext finanzierte CD auch die Grundlage für ein gemeinsames Projekt mit anderen improvisierenden Klassikkünstlern. Hättest du Lust dazu?

Marina»» Grundsätzlich ja.
Thomas» Das wäre dann ein echtes Klassik crossover vom allerfeinsten
Marina»» Klar, und wenn man sich musikalisch versteht, kann man so etwas gut machen.
Thomas» das wäre dann eine CD, wo beide Musiker gleichberechtigt jeweils die Hälfte der CD komponieren und ihr dann gemeinsam in den Werken des jeweils anderen improvisiert.
Marina»» Klar, wenn alles stimmt und man sich musikalisch gut versteht, warum nicht?

MZ: Du weißt, dass es auch Möglichkeiten gibt, zu Hause am Flügel ein Konzert zu geben, das ins Internet zu übertragen und dafür auch Eintritt zu nehmen?

Marina»» Echt?
Thomas» Ja, die Plattform heißt übrigens Dooop? (http://dooop.de/). Da muss man sich zu Hause nur noch Kameras und Mikrofone aufstellen, anmelden, Fans motivieren Eintritt zu bezahlen und dann kann man loslegen. Das kann dann so eine Art «Probe mit Eintritt» sein.
Marina»» Ich werde das irgendwann ausprobieren.
Thomas» Die Plattform sorgt dafür dass entsprechende Gebühren an die GEMA entrichtet werden, und dass auch die Technik ist erlaubt das Konzert ins Internet zu streamen.
Marina»» Ist das quasi eine Liveübertragung?
Thomas» Ja genau.
Marina»» Ja, das würde mich sehr interessieren. Dann könnte man improvisieren, was genau in diesem einen Moment geboren wird. Ja das wäre super, so viele Ideen auf einmal.

Thomas» Marina, ich danke dir für dieses aufschlussreiche Interview. Ich wünsche dir für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und, ja mal schauen, vielleicht können wir ja das eine oder andere noch gemeinsam zusammen unternehmen.

Weitere Informationen zu Marina Baranova

(c) Foto: www.marinabaranova.net
(c) Foto: www.marinabaranova.net

Vita

Marina Baranova wurde in der Ukraine in eine Musikerfamilie geboren. Ihre Mutter unterrichtete Klassik, ihr vater Jazz. So konnte Marina Baranova sehr früh ihre Leidenschaft sowohl zur klassischen Musik, als auch zur Improvisation entdecken. Aufgrund ihrer natürlichen synästhetischen Begabung, Töne mit Farben zu verbinden, wurde sie bereits mit 5 Jahren ins Musikgymnasium für hochbegabte Kinder in ihrer Heimatstadt Charkow aufgenommen, wo sie von einer Nachfolgerin des legendären Pianisten und Pädagogen Heinrich Neuhaus unterrichtet wurde. Mit 11 Jahren gewann die Pianistin den 1. Preis des Internationalen Klavierwettbewerbs in der Ukraine, worauf ihre erste Konzertreise durch Finnland folgte.

Ende der 1990er Jahre zog Marina Baranova nach Hannover, um bei Wladimir Krainew zu studieren. Während ihrer Studienzeit wurde sie jedes Jahr mit mindestens einem international anerkannten Preis bedacht.

Heute konzertiert Marina Baranova Europa- und Weltweit auf renommierten Bühnen. überall, wo sie auftritt, überzeugt sie Publikum und presse mit ihren leidenschaftlichen Interpretationen, ob beim Internationalen Klavierfestival Ferruccio Busoni, der Wiener Musikwoche, dem Merano Classic Festival, dem Beethovenfest Bonn, der Schumann-Festwoche in Leipzig usw. Als Solistin und Kammermusikerin hatte sie bisher Auftritte u.a. mit der Deutschen Radio Philharmonie, der Württembergischen Philharmonie, dem Leipziger Gewandhaus Quartett, dem Slasky Philharmonie Orchester, dem Bromberger Rundfunk Orchester unter Tadeusz Strugala, dem rumänischen Bacau Philharmonie Orchester und den Jerusalem Strings. Neben der klassischen Aufführungspraxis gilt ihr Interesse grenzüberschreitenden Projekten.

Hier kann sie auf eine Vielzahl von Uraufführungen verweisen, u. a.«Stellar» für Gitarre und Elektronik und «Triangulation» von Damian Marhulets. Beide Kompositionen wurden Marina Baranova gewidmet. lm Herbst 2015 wurde zusammen mit dem Klarinettisten David Krakauer die Komposition «Diversions» uraufgeführt.

Als Kammermusikerin tritt Marina Baranova mit dem berühmten Klarinettenvirtuosen Giora Feidman auf und biltlet Teil des Trios «Klezmer Fantasy». Auch als Komponistin ist sie tätig und schuf im Auftrag von Giora Feidman diverse Stücke, die u.a. in der ausverkauften Stuttgarter Liederhalle beim Kirchentag 2015 aufgeführt wurden. Als Kontrast zu ihrem Debütalbum mit Werken von Schumann, das von der Presse euphorisch gefeiert wurde, enthält ihre jüngste CD «Firebird», die sie mit dem Perkussionisten Murat Cosi, eingespielt hat, ausschließlich Eigenkompositionen. Ihr aktuelles Projekt heißt «Hypersuites» und wurde im Herbst 2015 aufgenommen. Stücke von Rameau, Couperin, Händel und Bach wandeln sich in sogenannte akustische Remixe um und stellen somit einen spannenden Dialog dar zwischen den Barock-Komponisten und Marina Baranova. Im Herbst präsentierte die Pianistin ihr Programm «Hypersuites»  u.a. In der Berliner Philharmonie, der Bremer Glocke und dem Münchner Carl Orff Saal.

Programm

ROBERT SCHUMANN (1810-1856)

Faschingsschwank aus Wien, op. 26

  • Allegro (Sehr lebhaft), B-Dur
  • Romanze (Ziemlich langsam), g-Moll
  • Scherzino, B-Dur
  • Intermezzo (Mit größter Energie), es-Moll
  • Final (Höchst lebhaft), B-Dur

CLAUDE DEBUSSY (1862-1918)

  • „Iair de Lune“aus“suite bergamasque“

FRYDERIK CHOPIN (1810-1849)

  • Ballade op. 23, g-Moll

MARINA BARANOVA (1981 –  ) Hypersuite on RAMEAU:

  • Les Sauvages
  • La Poule
  • Courante
  • Le Rappel des Oiseaux
  • Tambourin

MARINA BARANOVA (1981 –  ) Hypersuite on BACH

  • J. S. Bach/A. Siloti/M. Baranova – Prelude h-Moll
  • J. S. Bach/E. Petri – Schafe können sicher weiden
  • J. S. Bach/W. Kempff – Siziliano –
  • J. S. Bach/W. Kempf/M. Baranova (Nun freut Euch lieben Christen gmein)

MARINA BARANOVA (1981 –  ) Hypersuite on COUPERIN

  • Les baricades mystriérieuses
  • La Muse – Platine
  • Carillon de Cythère
  • Musette de Taverny

Zugabe: Firebird

Als Zugabe spielte Marina Baranova den Titel «Firebird» aus ihrer Prejekt CD, welches sie mit dem Percussionisten Murat Coskun aufgenommen hat.  Mit Klick auf das Bild kann man sich die CD bei Amazon anhören und kaufen. (ich bin begeistert)

(c) Foto: www.marinabaranova.net
(c) Foto: www.marinabaranova.net

Informationen zur Chopin Gesellschaft

Vorschau

Samstag, 12. 03. 2016, 19 : 00 Uhr, Literaturhaus
KLAVIERABEND mit YOJO CHRISTEN (19-jährig) (D)
Werke von Beethoven, Chopin, Gershwin u. a.

Freitag, 22. 04. 2016, 20 : 00 Uhr, Orangerie
KLAVIERABEND «Expressions» mit ALEKSANDRA MIKULSKA (PL/D)
Werke von Chopin, Szymanowski, Liszt u. a.

Der Verein

Die Chopin-Gesellschaft ist vom Finanzamt Darmstadt als Gemeinnütziger Verein anerkannt und berechtigt, Spendenquittungen auszustellen. Der Jahresbeitrag beträgt 70€ für Einzelpersonen (85€ für Ehepaare), 25€ für Schüler und Studenten. (Per Lastschrift 10€ Ermäßigung.) Mitglieder erhalten Ermäßigungen für alle Veranstaltungen und Infos über die laufenden Aktivitäten der Gesellschaft. Antragsformulare an der Abendkasse oder auf unserer Homepage. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie Mitglied würden! Die Chopin-Gesellschaft ist Mitglied der 1985 in Warschau gegründeten Internationalen Föderation der Chopin-Gesellschaften, zu der gegenwärtig ca. 40 Gesellschaften weltweit gehören. 1989 wurde sie in den Internationalen Musikrat – IMC – dieser Organisation der Vereinten Nationen aufgenommen.

Kontakt

CHOPIN-GESELLSCHAFT
In der Bundesrepublik Deutschland e. V.
Kasinostraße 3 – Literatuhaus
D-64293 Darmstadt
+49 6155 7952606
jillrabenau@chopin-gesellschaft.de
Internet (extern): www.chopin-gesellschaft.de

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