Die TV-Ermittlerin würde gerne im Iran singen

<Berlin> (cat). Zwar besuchte Jasmin Tabatabai ihre iranische Heimat zuletzt vor 30 Jahren – doch die Sehnsucht nach ihren Wurzeln ist ungebrochen, wie die singende Schauspielerin im Gespräch mit der „B.Z.“ kürzlich zugab. Sie freue sich aber, dass ihre Eltern den Iran verlassen haben, als sie ein Kind war, denn vieles von dem was die 49-Jährige heute ausmache, wäre verloren gegangen. „Ich komme aus einem Land, in dem Frauen nicht öffentlich singen dürfen. Ich hätte keine Sängerin werden können und könnte keine Konzerte geben. Als Schauspielerin hätte ich nur verschleiert auftreten dürfen. Es ist mir sehr bewusst, welches Privileg es bedeutet, in einer freien, demokratischen Gesellschaft zu leben. Leider sehen wir im Moment auch am Beispiel von den USA wie schnell sich Dinge ändern können“, so die TV-Kriminalistin. Eins ist sicher: Ohne Tabatabai würde ein bemerkenswertes Talent im Deutschen Fernsehen fehlen. Anfang März startet im ZDF bereits die sechste Staffel der Krimi-Reihe „Letzte Spur Berlin“, in der Jasmin ermittelt. Privat ist die Dunkelhaarige mit dem Schauspielkollegen Andreas Pietschmann liiert – seit sechs Jahren ist das Paar verlobt. Die Actrice hätte nach eigenen Worten nie gedacht, „dass ich mal mit einem Schauspieler enden werde“.  Die Beziehung sei aber ein großes Glück: „Ich habe mit Andreas einen Partner, der wirklich auch die Besonderheiten dieses Berufes versteht, umgekehrt genauso. Wir tauschen uns sehr viel aus. Ich finde es ganz toll, dass ich jemanden habe, dem ich nicht erst erklären muss, warum der Tag so lange dauert, dass eine Liebesszene gleich, na ja, Sie wissen schon, bedeutet.“

 

 

BU: Jasmin Tabatabai träumt davon, einmal im Iran als Sängerin aufzutreten.
Foto: highgloss.de