Die Schauspielerin wurde von einem Fan verfolgt

<Berlin> (cat). Im Sat.1-Thriller „Dein Leben gehört mir“ spielt Josefine Preuß die Ärztin Malu – ein Stalkingopfer. Was viele nicht wissen: Die Dreharbeiten dürften bei der Schauspielerin böse Erinnerungen geweckt haben: Josefine wurde während ihrer Zeit als Jungschauspielerin bei der Kika-Serie „Schloss Einstein“ von einem Fan verfolgt. „Aber das wurde sehr professionell von mir ferngehalten“, offenbarte die Schauspielerin der „B.Z.“ Dennoch ist ihr klar: „Vor einem Stalker kannst du dich nicht schützen. Du erkennst die Gefahr nicht auf den ersten Blick.“ Zur Vorbereitung auf ihre Rolle als Ärztin Malu sprach die gebürtige Potsdamerin mit einer Reihe von Stalking-Opfern. „Teilweise stehen Leute vor der Türe, zerstechen Reifen, schicken Nachrichten ohne Ende und dringen in dein Privatleben ein“, so ihr Fazit.

Die Gesetzeslage sei dahingehend nicht ausreichend. „Bei Stalking muss immer erst etwas passieren, bis etwas unternommen wird, “ bedauerte die 33-Jährige. Sie weiß: „Betroffene brauchen ganz viel Schutz!“ Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit einem Stalker, gelang es der Mimin nicht ganz, nach Drehschluss die Rolle hinter sich zu lassen. „Während der Dreharbeiten hatte ich so eine Grundspannung in mir. Die fiel auch nicht von mir ab, als ich das Set verlassen habe“, erzählte die Tochter einer Geschichtslehrerin und eines Polizeidirektors. „Ich habe mich öfter mal auf der Straße umgedreht. Sonst gehe ich nach Hause, dusche, schminke den Tag und die Rolle ab. Das ist mir bei diesem Projekt nicht ganz gelungen.“ Zudem verhalte sie sich seitdem noch vorsichtiger. Ob die Schauspielerin derzeit einen Partner hat, der auf sie aufpasst, ist nicht bekannt. In einem älteren Interview verriet die Rothaarige, dass für die Familiengründung noch Zeit sei. In erster Linie will ich mir noch einige Länder anschauen… Ich bin niemand, der sagt, mit einem Kind endet das freie Leben. Aber in den ersten ein, zwei Lebensjahren will ich weder meinem Kind noch mir noch den Mitreisenden einen Zwölf-Stunden-Flug zumuten. Deshalb mache ich das jetzt noch.“

 

 

Foto: highgloss.de