Die Hollywood-Diva kann noch Deutsch

<Hamburg> (cat). Sie richtete sich an ihren Laudator Jürgen Prochnow mit den Worten: „Vielen vielen Dank, Dankeschön Jürgen. Vielen Dank für diesen schönen Empfang. Ich bin so glücklich, in Deutschland zu sein. Ich war als Teenager in Frankfurt, daher spreche ich ein wenig Deutsch. Aber es ist schlecht. Es tut mir so leid. Ich wünschte, dass mein Deutsch besser wäre, aber es ist so schlecht, dass ich jetzt in Englisch spreche. Das war hart – mein Deutsch ist kaputt.“ Die Schauspielerin erzählte, dass sie als Teenager bei ihren Streifzügen durch Frankfurt davon träumte, eines Tages eine Schauspielerin zu sein.

Wenn sie mit 16 Jahren nicht nach Deutschland gezogen wäre, hätte sich dieser Traum für sie gewiss nicht verwirklicht. Daher sei sie so dankbar, jetzt ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein und den Preis entgegen nehmen zu dürfen. Zudem erwähnte die 55-Jährige amüsiert, dass ihr Großvater den Namen „Hamburger“ trug. Der Grund: Als er in die Staaten einreiste, konnten die Mitarbeiter der Einwanderungsbehörden seinen Namen nicht aussprechen. Deshalb gaben sie ihm kurzerhand den Namen der Stadt, aus der er kam – nämlich aus Hamburg. Für ein weiteres Highlight der Verleihung sorgte Preisträgerin Helen Mirren. Als diese für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, stieß sie einen Jubelschrei aus und kniete sich nieder, um ihrer deutschen Synchronstimme zu danken. „Nicht nur die Nachwuchsschauspieler sind aufgeregt, diesen Preis zu bekommen“, sagte die 70-Jährige.

 

BU: Preisträgerin BESTE SCHAUSPIELERIN INTERNATIONAL JULIANNE MOORE bei der Verleihung der 51. GOLDENEN KAMERA 2016 in der Messe.

 

Foto: Hubert Burda Media/Goldene Kamera