Kida Khodr Ramadan: Das sechste Kind ist da

Dem Familienmenschen ist Reichtum egal

<Berlin> (cat). Kida Khodr Ramadan bekam 2018 für seine Rolle als Mafiaboss Ali „Toni“ Hamady in „4 Blocks“ den Deutschen Fernsehpreis als bester Schauspieler. Zuvor war der gebürtige Libanese in Filmen wie „Kebab Connection“ und Detlev Bucks Sozialdrama „Knallhart“ zu sehen. Jetzt freute sich der 42-Jährige über einen privaten Erfolg: Kida ist zum sechsten Mal Papa geworden. „Diana ist um 11.33 Uhr auf die Welt gekommen. Ich bin mega happy“, schrieb der Schauspieler kürzlich zu einem Foto eines kleines Baby-Händchens auf Instagram. Der TV-Star bedankte sich für das neue Familienglück bei seiner Ehefrau Meryem, mit der er seit 1996 verheiratet ist. Liebe dich bis zu Ewigkeit“ schrieb der Schauspieler an seine Frau gerichtet und versah seine Liebeserklärung mit einem roten Herzchen. In einem Interview mit „Zeit-online“ sprach der Mime über seine Kindheit – seine Eltern flohen mit ihm und seinen vier Geschwistern vor dem Bürgerkrieg.

Die ersten Schuhe bekam Ramadan vom Roten Kreuz. Freunde, die in ähnlich ärmlichen Verhältnissen wie er lebten, begingen Einbrüche. Doch Ramadan entschied sich fürs Boulespielen. „Boule hat mich von der Kriminalität abgehalten. Statt abends mit meinen Homies Einbrüche zu machen, bin ich alleine auf den Platz.“ Kriminell wollte er seinen Eltern zuliebe nicht werden. Dennoch spielt der sechsfache Familienvater meistens Verbrecher oder Drogenbosse. „Wenn es in Deutschland einen Gangster zu besetzen gibt, rufen die als erstes bei mir an.“ Er könne diese Rollen aber nicht, wie viele Menschen dächten, aus dem Ärmel schütteln, sondern würde viel recherchieren. Denn: „Jeder Gangster hat seinen eigenen Charakter.“ Auch über Angebote aus dem Ausland könne sich Kida nicht beklagen, aber er möchte lieber in Deutschland bleiben und Zeit mit seiner Familie verbringen. Ihm sei wichtig, die Familie satt zu bekommen und anständig zu kleiden und mit seiner Frau einmal im Jahr in Urlaub zu fahren. „Ich selbst habe mir noch nie etwas geleistet. Mir reicht es, wenn ich am Ende des Monats 500 Euro für mich habe – und für meine Zigaretten.“ Denn: „Am Ende des Tages gehen wir alle in einen Sarg, daher: Ich scheiß auf Geld.“

BU: Kida Khodr Ramadan zieht Familie dem großen Geld vor.

 

Foto: highgloss.der

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