Kida Ramadan: Durchstarter

In den 40ern endlich auf dem Höhepunkt seines Erfolges

<Köln> (cat). Schauspieler Kida Khodr Ramadan ist voll auf Erfolgskurs: Der 41-Jährige wurde jetzt anlässlich einer Gala zum Deutschen Fernsehpreis für seine Rolle in „4 Blocks“ (TNT Serie) ausgezeichnet. In dem Streifen geht es um eine arabische Großfamilie in Berlin. Selbst in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen, hat der TV-Star nach eigenen Angaben „viel erlebt und eine Reihe dubioser und extrem unterschiedlicher Menschen kennen gelernt“. „Ich habe auch kriminelle Freunde gehabt, das war halt das Umfeld. Aber kurz bevor es angefangen hat zu brennen, bin ich immer abgehauen. Die anderen hatten Geld von ihren Einbrüchen oder was auch immer – aber ich konnte meinen Eltern weiter in die Augen gucken“, so der Actor zur „Frankfurter Allgemeine“. Ramadan wollte nicht im Knast sitzen während seine Mutter heulend auf ihn wartet. Nicht verstehen kann der fünffache Vater, weshalb manche Leute aus Karrieregründen Nachwuchs ablehnen. „Was für Karriere, frag ich: Du sitzt Zuhause vorm Laptop, keine Ahnung, was du machst. Und deswegen willst du keine Kinder?“, so Ramadan. Seiner Meinung nach haben solche Leute „einfach keine Eier“. Er findet: „Ein Kind kannst du immer machen, wo ist das Problem? Wenn du deine Frau liebst, wenn du Kinder liebst, dann machst du welche. Egal ob du 20 oder 35 bist.“ Kida selbst würde am liebsten jedes Jahr Vater werden, doch da spiele seine Ehefrau nicht mit. Witzig: In vielen Filmen, die der Preisträger dreht, spielen auch Rapper mit. „Dabei bin ich nicht so Fan von „Ich ficke deine Mutter“- oder „Ich verkaufe das Kokain“-Rap, bekannte der Schauspieler im Interview. Bessere Vorbilder seien Leute wie Fußballstar Franck Ribéry. Sie zeigen, wie man aus Ehrgeiz heraus seinen Traum verwirklicht: „Nicht aufhören zu träumen – das will ich den Kids weitergeben.“

 

 

BU: Kida Ramadans Bemühungen als Schauspieler tragen endlich Früchte.
Foto: highgloss.de

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