Kindern eine bessere Zukunft schenken – KITAnGO

Schutz vor Gewalt für Kinder in Krisen überlebenswichtig – Bildung gibt Zukunft

(djd). Weltweit gehen Schätzungen zufolge etwa 75 Millionen Kinder in Krisen- und Konfliktländern nicht zur Schule. Kindern, die in einem fragilen oder konfliktbetroffenen Staat leben, wird dreimal so oft das Recht auf Bildung verwehrt wie Kindern in Ländern der südlichen Hemisphäre, die nicht von Kriegen und Konflikten betroffen sind. Weil die durchschnittliche Länge einer Vertreibungs- oder Fluchtsituation mittlerweile 17 Jahre beträgt, sind Kinder deshalb für immer größere Zeitspannen von Bildung abgeschnitten. Je länger sie aber nicht zur Schule gehen, desto geringer wird die Chance, dass sie je wieder dorthin zurückkehren. Der Konflikt in Syrien hat beispielsweise für etwa drei Millionen Kinder zu einem Abbruch des Schulunterrichts geführt.

Mädchen sind oft die ersten, die durch Krisen ihren Zugang zu Bildung verlieren. So erging es auch der 13-jährigen Nyamal aus dem Südsudan, die jetzt in einem Zeltlager nach allem greift, was es zu lesen gibt. Sie hält an ihrem Traum fest, Pilotin zu werden.

 

Mehr Bildung für Kinder auf der Flucht gefordert

Eine Petition mit über 18.000 Unterschriften hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision im Juni 2018 dem Bundesaußenministerium überreicht. Die Unterzeichner fordern, dass die Bundesregierung deutlich mehr für die Bildung von Kindern auf der Flucht tut. Sonst wachse eine „verlorene Generation“ heran, die mangels Qualifikation auch kaum Möglichkeiten habe, das Land nach dem Krieg wiederaufzubauen. Bildung wirke zudem psychisch stabilisierend und schütze Kinder in Krisensituationen vor Übergriffen und Missbrauch. Christoph Waffenschmidt, Vorsitzender der Hilfsorganisation: „Wir werden nicht aufhören, Druck auf die Politik auszuüben, damit innerhalb der humanitären Hilfe Bildung früher und stärker gefördert wird.“

 

Wie man „Kindheitsretter“ werden kann

Im Rahmen einer internationalen Kampagne kümmert sich die Hilfsorganisation besonders um Kinder in Brennpunkten und auf der Flucht. Die Programme unterstützen Bildung und friedensfördernde Aktivitäten, Schutzmaßnahmen gegen Gewalt oder Ausbeutung sowie Rehabilitationshilfen und eine Betreuung in Kinderzentren, in denen Mädchen und Jungen während einer Krise zur Ruhe kommen können. Mit einer Spende von monatlich zehn, 15 oder 20 Euro kann man dieses Hoffnungspaket auffüllen – und damit für einen relativ geringen Betrag zum „Kindheitsretter“ werden.

 

Bildung kann Lebensretter und -erhalter für Kinder sein

– Sie schafft Normalität für Kinder und hilft so, Kriegs- und Fluchterlebnisse zu verarbeiten.
– Sie schafft Schutzräume zum Lernen und Spielen und schützt vor Gewalt und Ausbeutung.
– Sie ist ein wichtiges Instrument für Konfliktbearbeitung und Friedensförderung.
– Frühkindliche Förderung legt auch in Krisen und Konflikten ein Fundament für die Entwicklung eines Kindes.
– Sie bietet Hoffnung und Zukunftsperspektiven.
– Sie ist Schlüssel für wirtschaftliche Erholung und Wiederaufbau nach Krisen und Konflikten.
– Sie ist entscheidend für eine gesunde Entwicklung, senkt Mütter- und Kindersterblichkeit und ist oft mit einer Mahlzeit verbunden.

Mehr Infos gibt es unter www.worldvision.de.

 

 

BU: Bildung wirkt auch psychisch stabilisierend und schützt Kinder in Krisensituationen vor Übergriffen und Missbrauch. Der 4-jährige Hamza war nach seiner Flucht aus Syrien ein trauriger und aggressiver Junge, bis er in eine von World Vision unterstützte Vorschule kam.
Fotos: djd/World Vision

Leave a Comment