Die Schauspielerin glaubt an ein Leben nach dem Tod

<Berlin> (cat). Seit 2015 ist Meret Becker als Kommissarin Nina Rubin im „Tatort“ zu sehen. In der letzten Ausstrahlung der Krimi-Reihe mit dem Titel „Das Leben nach dem Tod“ ging es um die Angst davor, alleine zu sterben, Rassismus in der Polizei und auch die Todesstrafe in der damaligen DDR. Wie die Schauspielerin über ein Leben nach dem Tod denkt, erzählte sie jetzt in einem Interview mit „Gala“. „Ich bin hin- und hergerissen. Mein Vater sagt nein, aber ich dachte immer ja. Man kann schließlich mit Toten kommunizieren. Ich glaube auf jeden Fall, dass nichts verschwindet und dass jeder Mensch eine Energie in sich trägt, die sich nach dem Tod wieder in den Raum begibt“, so die 50-Jährige. Die deutsche Mimin habe sich bereits als Kind mit der Thematik Sterben auseinandergesetzt und im Laufe ihres Lebens daran gearbeitet, „dass ich die Angst davor verliere – und ich bin auf einem guten Weg“. Tragisch: Im Alter von sieben Jahren verlor die kleine Meret ihre beiden Großmütter und musste den Verlust überwinden. Auch weitere schwere Themen sind Becker nicht fremd. So habe sie ein tiefes Gerechtigkeitsgefühl und sei bei Ungerechtigkeit zutiefst gekränkt. „Wenn Kinder zum Beispiel von Erwachsenen misshandelt werden oder allgemein Menschen unter anderen leiden – dann geht das richtig gegen das Gerechtigkeitsgefühl. Dann kommt im nächsten Moment die Wut hoch und diese Wut ist eigentlich ein Rachegefühl“, erklärte die Schauspielerin. Übrigens: Von ihrer Rolle als Kommissarin hat sich die Mimin innerlich schon gelöst.

Im Mai 2019 gab Meret ihren Ausstieg beim „Tatort“ bekannt. Ab 2022 möchte sie sich anderen künstlerischen Aufgaben widmen und sich auf Neues konzentrieren.Der „Tatort“ selbst sei für sie „generell nie meine Auffassung dieses Berufs‘“ gewesen, so Becker zu „ntv“. Die Rolle sei ihr aber zur richtigen Zeit angeboten worden und habe eine Absicherung bedeutet, die man als Schauspieler in dieser Form sonst nicht habe. „Wir sind nicht in Hollywood, verdienen fünf Millionen Dollar mit einem Film und haben dann ausgesorgt“, erklärte die Tochter von Schauspieler Ben Becker. Die Vorteile berühmt zu sein, weiß Becker zu schätzen: „Man bekommt im Restaurant sofort einen Platz und wird sogar von Telefonistinnen wiedererkannt. Wobei ich es an Berlin mag, dass die Leute einen nicht sofort umarmen und begatten wollen.“

 

 

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