Sogenannte Microcars machen Jugendliche früher flexibel und unabhängig

(djd). Schulpraktika und Wochenend- oder Ferienjobs, um das Taschengeld aufzubessern: Irgendwann machen Jugendliche die ersten Schritte in die Selbstständigkeit. „Häufig wird dabei allerdings die fehlende Mobilität zu einem Problem. Der Praktikums- oder Arbeitsplatz liegt zu weit entfernt, um mit dem Rad dorthin zu kommen und die öffentlichen Verkehrsmittel fahren zu den falschen Zeiten“, weiß Fachjournalistin Katja Schneider vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Oft springen dann doch wieder die Eltern ein, um ihre Sprösslinge hin und her zu kutschieren. Leichter und stressfreier für alle gelingt der Weg in die Selbstständigkeit mit einem sogenannten Microcar.

Optik wie ein Kleinwagen

Sobald Mädchen und Jungen 16 Jahre alt sind, dürfen sie sich an das Steuer dieser sogenannten Leichtautos setzen – in den östlichen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sogar bereits mit 15 Jahren. Generelle Voraussetzung: Man hat einen Führerschein der Klasse AM, einen Traktorführerschein oder einen Zweiradführerschein. Optisch unterscheiden sich die Microcars, die bis zu 45 Stundenkilometer schnell fahren, kaum von einem Kleinwagen, die Anschaffungs- und Unterhaltskosten jedoch sind deutlich günstiger. So sind die pfiffigen Mini-Fahrzeuge wie etwa der „Dué Initial” bereits ab 8.490 Euro zu haben, die Versicherung kostet ab 69 Euro pro Jahr, Kfz-Steuern fallen keine an. Mehr Informationen sowie einen Überblick über die verschiedenen Modelle findet man beispielsweise unter www.16mobil.de.

Auch als Zweitwagen ideal

„In anderen europäischen Ländern wie Italien oder den skandinavischen Ländern sind Leichtautos bereits weit verbreitet. Aber auch in Deutschland steigen die Verkaufszahlen Jahr für Jahr“, weiß Hardy Dupont vom Anbieter Ligiergroup. Die neue Mobilität der Kinder bedeute schließlich für Eltern weniger Stress und mehr Zeit für sich selber. Für viele Familien seien die praktischen und wendigen Fahrzeuge mit ihrem recht geräumigen Kofferraum zudem eine ideale Alternative zum teuren Zweitwagen.

BU:  Mit einem flotten Leichtauto wie etwa dem „JS 50“ sind Jugendliche früh mobil.

Foto: djd/Ligier Group Deutschland GmbH