MZ testet den Ferrari GTC4 Lusso

 

Ferrari lässt es krachen – der Straßensportwagen „GTC4 Lusso“ mit V12-Front-Mittelmotor erzeugt aus 6,3 Litern Hubraum eine Leistung von 507 kW (690 PS)

Ferrari GTC4 Lusso soll er heißen und Automobilkenner fragen sich direkt, „GTC?“, da gab es doch schon mal etwas aus Maranello. Genau, von 1971 bis 1973 gab es schon einmal einen Ferrari 365 GTC/4, der aber nie aus dem Schatten des damaligen Schwestermodell „Daytona“ hervor gekommen ist.

Allerdings stand bei ihm die „4“ nicht für den Allradantrieb, sondern als 2+2 Sitzer für vier Personen. Beim GTC4 Lusso steht die „4“ für 4-Sitze, 4-Rad-Antrieb und als Novum, für eine 4-Rad-Lenkung.  Vorne unter der langen flachen Haube arbeitet der bekannte V12-Zylinder, der nun im Vergleich zum Vorgänger um 30 PS gesteigert wurde und mit 690 PS für Vortrieb sorgt. Knapp 700 Nm lassen den GTC4 Lusso in nur 3,4 Sekunden auf 100 km/h sprinten und der Vortrieb, idealerweise auf Asphalt, endet erst bei 335 km/h.

Hinzugekommen sind ein paar neue Lufteinlässe, ein kleiner Heckspoiler und eine zusätzliche Rückleuchte auf jeder Seite, so dass auch der 4,92 Meter lange GTC4 jetzt die Ferrari-typischen Doppel-Lichter trägt. Der neue Name soll die Positionierung deutlich machen, ein luxuriöses (italienisch: lusso) Grand Turismo Coupé mit vier Sitzen, vier angetrieben und neuerdings sogar vier gelenkten Rädern.

2011 brachte die schnelle Fiat-Tochter den FF mit eben jenen Genen auf den Markt, der jetzt als knapp 262.000 Euro teurer GTC4Lusso neu durchstartet. Das Blechkleid wurde nahezu komplett neu geschneidert, betont jetzt etwas mehr die Breite.

Im Vergleich zum 660 PS starken Ferrari FF leistet der 4,92 Meter lange 6,3-Liter-Zwölfzylinder des GTC 4 Lusso 507 kW / 690 PS und ein maximales Drehmoment von 697 Nm bei 5.750 U/min. 80 Prozent des Drehmoments sind bereits bei niedrigen 1.750 U/min verfügbar. 0 auf Tempo 100 schafft der 1,9 Tonnen schwere Teilzeit-Allradler in 3,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit: 335 km/h. Im Innern gibt es das exklusive Lederinterieur des Ferrari Shooting Brake kombiniert mit einem geänderten Armaturenbrett. Neu im GTC: ein 10,25 Zoll großes Touch Screen Modul für Entertainment und Navigation sowie ein vergrößertes Beifahrerdisplay.

Von außen ist er an einer weitaus schöneren, harmonischeren geschwungenen Karosserie als der FF zu erkennen. Die langgezogenen Türen tragen zur gelungenen Gesamterscheinung bei. Einen Vierter wird es wohl in absehbarer Zeit nicht aus Maranello geben.

(Martin Fima – Mittelpunkt Zeitung & Stephan Rauh – Schmackofatzo.de)

Ferrari GTC4 Lusso

Ferrari GTC4 Lusso in 360°

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