Persönlichkeitsentwicklung: Die kindliche Resilienz – KITAnGO

Setzt man sich mit der kindlichen Entwicklung auseinander, so trifft man in verschiedenen Lektüren auf den Begriff der „Resilienz“. Ob in pädagogischen Fachbüchern, Ratgebern, Broschüren oder hochdotierten Werken, die Resilienz ist nicht wegzudenken. Für viele Leser ist dieser Begriff jedoch Neuland. Nicht selten wird das pädagogische Lexikon hervorgeholt oder Google und Siri nach der Definition des Wortes gefragt. Aber was ist nun dieses „Resilienz“? – Kann man das essen?

 

Resilienz und was dazu gehört

Unter dem Begriff „Resilienz“ versteht man die psychische Widerstandsfähigkeit des Menschen, mit Rückschlägen und Krisen zurecht zu kommen, diese zu bewältigen und sie für die weitere persönliche Entwicklung zu nutzen.

Je höher die Resilienz ist, desto leichter fällt es dem Kind, negative Gefühle und Erlebnisse in positive Emotionen und Situationen umzuwandeln. An jedem Rückschritt, an jeder Schwierigkeit und an jeder Herausforderung die ein Kind durchlebt und positiv daraus hervorgeht, wächst die Resilienz. Für die Zukunft des Kindes bedeutet das:

  • Herausforderungen anzunehmen und ihnen positiv gegenüber zu stehen
  • Kummer und Leid zu regulieren und zu bewältigen
  • sich für die eigene Person einzusetzen und sich zu verteidigen
  • sich nicht aus der Bahn werfen zu lassen
  • das Selbstbewusstsein zu haben, das eigene Glück bestimmen zu können

 

Eigenschaften die Kinder stark machen

Da Resilienz einer der wichtigsten Aspekte der kindlichen Persönlichkeitsbildung ist, liegt die Bedeutung in der Förderung Resilienz bildender Eigenschaften besonders hoch. Aber von welchen Faktoren genau ist die Rede? Was ist es, was ein Kind stark und widerstandsfähig macht? Zu den kraftgebenden Eigenschaften zählen:

  • enge und emotionale Beziehungen, die Sicherheit und Schutz vermitteln
  • Gefühle der Akzeptanz und das draus folgende Selbstwertgefühl
  • Zuverlässigkeit und Unterstützung der Eltern
  • positive Erfahrungen mit anderen Menschen
  • positive Erfahrungen mit überstandenen negativen Situationen
  • der Glaube, die Hoffnung und Überzeugung auf die eigene Selbstwirksamkeit
  • Verantwortungsbewusstsein gegenüber Aufgaben und Menschen
  • Einsicht bei Fehlentscheidungen und Fähigkeit zur kritischen Selbstreflexion
  • selbstständige Problemlösefähigkeit
  • eine optimistische Grundhaltung

 

 

 

 

Zahlreichen Studien haben erwiesen, dass Resilienz nicht angeboren ist, sondern nach und nach erlernt werden muss. Jedes Kind bildet die psychische Widerstandsfähigkeit individuell aus. Die Ausprägung der Resilienz hängt jedoch nicht nur vom Kind als Person ab. Hinzu kommt nämlich der Faktor Umwelt (Menschen, Lebensarten, Kulturen, Religionen, etc.). Dieser unterscheidet sich ebenfalls und hat immer einen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes und dessen Persönlichkeitsbildung. So wird jedes Kind individuell mit verschiedenen Problemen und Herausforderungen konfrontiert und muss individuelle Lösungen und Wege finden, um mit Krisen und anderen negativen Lebensumständen umgehen zu können. Außerdem ist Resilienz eines Kindes nicht immer gleichstark. Unter verschiedenen Umständen und in verschiedenen Lebenssituationen kann diese mal stärker und mal weniger stark ausgebildet sein.

 

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Foto: Pixabay

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