Sarah Wiener bemüht sich um Aufklärung hinsichtlich gesunder Ernährung – und tritt in manches Fettnäpfchen.

Die TV-Köchin wurde von Veganern angegriffen

<Berlin> (cat). Star-Köchin Sarah Wiener liegt das Thema Ernährung am Herzen. Wie die gebürtige Österreicherin in einem älteren Interview klagte, seien ihrer Ansicht nach Kochen und Ernährung komplizierter geworden: „Ich habe ja vor 30 Jahren angefangen zu kochen. Da gab es keinen Extrawunsch, die Leute haben gegessen, was man angeboten hat“, sagte die heute 57-Jährige damals dem Radiosender „Hit Radio FFH“. „Heute kochst du bei jedem Buffet, Catering, bei jeder Veranstaltung acht verschiedene Speisen.“ Mit ihrem Computer-Game „Das große Sarah Wiener Kochspiel“ versuchte die gebürtige Österreicherin schon vor Jahren, Kinder fürs Kochen zu begeistern. Schließlich müssen die Kleinen lernen, „dass Nahrung aus dem Boden wächst und nicht im Supermarkt“.

Im Kampf gegen chemische Zusätze und veränderte Lebensmittel postete die Aufklärerin kürzlich ihre Meinung über Mandelmilch. „Leider enthält industriell hergestellte Mandelmilch nur circa zwei Prozent Mandeln, dafür aber Stabilisatoren und Emulgatoren, damit sich Wasser und Fett nicht trennen“, schrieb die Verfechterin natürlicher Lebensmittel über das Problem von Fertigprodukten. Ihre Warnung hatte allerdings einen bitteren Nachgeschmack: Ohne damit zu rechnen, brachte Wiener zahlreiche Veganer gegen sich auf. Fiese Postings wie „Sehr geehrte Frau Wiener. Sie mögen eine gute Leichenverwerterin sein, von gesunder Ernährung haben Sie leider keine Ahnung“, ermunterten die TV-Köchin, sich vor ihren Followern zu rechtfertigen. So erklärte Wiener, dass sie seit Jahrzehnten propagiere, selbst frisch zu kochen, keine H-Milch zu trinken und keine Massen an Industriefleisch zu essen. „Aber eben auch keine anderen stark verarbeiteten Nahrungsmittel“, schrieb Sarah. „Wer meint, anderen seine Sichtweise auf die eigene eingeschränkte Ernährung beleidigend und schreiend aufdrängen zu müssen und damit auch noch glaubt, die Welt zu retten, hat die Komplexität von Ökosystemen und Kommunikation nicht ganz verstanden“, so ihre Retourkutsche an die militante Veganer-Fraktion.

 

 

Foto: highgloss.de