Start-Up Interview: Jessica Krauter (CEO buah)

Mit neuen Ideen und viel Engagement machen Startup-Gründer auf sich aufmerksam. So auch Jessica und Daniel Krauter von buah fruits aus Berlin. Jessica durfte ich bereits vor einem Jahr auf einem Food Startup Event im Frankfurter Silberturm kennen lernen. Daniel traf ich erst kürzlich auf der Frankfurter Buchmesse.

Wie frisch gepflückt lautet das Motto von buah. Das junge Startup aus Berlin bietet gefriergetrocknete Früchte aus kontrolliertem Anbau. Sie legen Wert darauf, dass ihre Obst- und Gemüsebauern, die sie selbst sorgfältig ausgewählt haben, mit verantwortungsvollen Anbaumethoden arbeiten, eine Partnerschaft, die eine makellose Qualität ihrer Rohstoffe bieten soll.

Fruchtbare Böden und wärmende Sonnenstrahlen lassen ihre Früchte gedeihen. Geerntet werden sie auf dem Höhepunkt ihrer natürlichen Reife, voll von Vitaminen und Mineralien. Wann immer es ihnen möglich ist, beziehen sie BIO zertifiziertes Obst und Gemüse. Denn Ganzheitlichkeit und Verantwortungsbewusstsein liegt ihnen am Herzen.

Wie es dazu kam, gefriergetrocknetes Obst nach Deutschland zu importieren und wie es die buah Früchte in die Regale von Feinkost Käfer in München geschafft haben, das erklärt uns heute CEO Jessica Krauter. Im unserem Interview geht es im Schwerpunkt um die Entwicklung der fruchtigen Produkte von buah .

Jogurt und Smoothie, Quelle: Buah GmbH
Jogurt und Smoothie, Quelle: Buah GmbH

MZ» Wie kommt man eigentlich auf die Idee, die Welt der Foodies, wie man so schön sagt, mit etwas Neuem auf den Kopf zu stellen bzw. den großen Goliaths am Markt die Stirn zu bieten?
Jessica» Die Idee kam uns beim Reisen durch die Tropen, wo wir uns in die frische Vielfalt reifer Früchte verliebten. Diesen Genuss wollten wir mit unseren Freunden teilen und nie mehr auf ihn verzichten müssen, unabhängig von Jahreszeit und Ort.

MZ» Wann entstand bei Dir der Wunsch, gefriergetrocknete Früchte in Deutschland an den Markt zu bringen?
Jessica» Nach der Reise in Thailand. Ich wollte die reife Ananas, die ich dort hatte, auch in Deutschland haben.

MZ» Erzähl uns etwas mehr aus deinen Anfängen? Wie waren eure Anfänge? Waren gefriergetrocknete Früchte eure erste Idee, oder wolltet ihr ursprünglich etwas anderes nach Deutschland bringen?
Jessica» Das war unsere ursprüngliche Idee. Wir nahmen am Funpreneur Wettbewerb der FU Berlin teil. Hier mussten wir innerhalb von 6 Wochen ein Produkt auf den Markt bringen. Dort konnten wir buah das erste Mal in einem Team am Markt testen.

MZ» Wie lange hat es gedauert, von der Idee, sich seinen Traum von eigenen Foodprodukten zu erfüllen bis zum ersten wirklich verkaufbaren Produkt?
Jessica» Dies ging relativ schnell, da wir mit einem MVP – Minimum Viable Product (was auf deutsch so viel bedeutet wie „ein Produkt mit den minimalen Anforderungen und Eigenschaften“), an den Markt gegangen sind.

MZ» Wie war der Prozess der Gründung? Immerhin geht es um ein Produkt in einem schwierigen Markt, bei dem es viele Vorschriften, Regeln und Gesetze zu beachten gilt. Was waren bisher eure größten Hürden?
Jessica» Die größte Hürde war der GmbH Vertrag, den wir mit unserem Investor ausgearbeitet haben. Ebenfalls die kompletten Bestimmungen, die es im Lebensmittelbereich einzuhalten gibt.

MZ» Im Prozess einer Startup Gründung startet man sinnvoller Weise mit Kundenbefragungen. Wie schnell konntest du erste Kunden von eurem „Geschmack“ bzw. eurem Produkt überzeugen?
Jessica» Wir sind am Anfang viel auf B2C Messen gewesen. Hier konnten wir direkt die Kunden nach ihrer Meinung fragen.

MZ» Wie schnell konntest du deine persönliche Annahme, dass ausgerechnet eure gefriergetrockneten Früchte am Deutschen Markt fehlen, bestätigen bzw. erkennen, dass es einen Markt dafür gibt? Wie bist du da vorgegangen?
Jessica» Die Bestätigung kam durch den Gewinn von mehreren Preisen, wie z.B. den Fedex Gründerpreis oder auch der relativ einfache Zugang zum offline Handel, da es ein innovatives Produkt ist.

MZ» Erkennt man, dass es einen Bedarf/Markt gibt, erstellt/erzeugt man einen möglichst schnellen Prototypen. Wie lange habt ihr für eure Prototypen gebraucht?
Jessica» Für den Prototypen haben wir, wie gesagt, 6 Wochen gebraucht, da wir beim Funpreneur Wettbewerb mitgemacht haben.

MZ» Nach dem Prototypen kommt das Business Modell. Orientiert man sich bei einem Business Modell für ein Foodprodukt beispielsweise an Modellen bekannter Marken wie z.B. myMüsli?
Jessica» Klar hat man auch in diesem Bereich immer seine Vorbilder :).

MZ» Jessica, ihr seid ja im Social Media bereich sehr aktiv unterwegs und ich verfolge euch da schon seit unserem ersten Treffen in Frankfurt. Ich habe gesehen, das ihr in München Lieferant von Feinkost Käfer geworden seid. Wie hast du es geschafft, dein Produkt dort zu platzieren?
Jessica» Man konnte sich als Start-up für den Start-up Tisch bewerben. Hier hatte man 8 Wochen Zeit sich zu beweisen. Ein gewisser Umsatz musste erreicht werden. Diesen haben wir weit übertroffen. Dadurch sind wir nun auch im Regal gelandet.

MZ» Würdest du an dieser Stelle schon sagen, dass ihr die Gründungsphase überstanden habt?
Jessica» Ja, die ist bestanden was noch lange nicht heißt, dass wir nicht immer noch Kämpfen müssen.

MZ»Was sind eure nächsten Ziele? Gibt es eher neue Produkte oder steht der Ausbau des Vertriebs im Vordergrund?
Jessica» Wir wollten vor allem neue Bio-Produkte an den Markt bringen und stellen im Dezember unseren ersten Vertriebler ein, der unser Team unterstützen wird.

MZ»Welchen Tipp würdest du aus deinen bis heute gemachten Erfahrungen anderen Food Startups mit auf den Weg geben?
Jessica» Kämpfen und Durchhalten. Das Herz muss für das Produkt schlagen, ansonsten wird es schwer werden.

MZ» Gerne kannst du jetzt an dieser Stelle ein Statement zu deinem Produkt und deiner Firma abgeben:
Jessica» Testet die knusprigen Früchte gern selbst. Mit dem Gutscheincode: mzinterview könnt ihr ein Test wagen und 10% Rabatt erhalten.

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit eurem Start-up buah .

Quelle Titelfoto: Buah GmbH

Weitere Informationen

Hier geht es zur Webseite von buah

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