Teneriffa Nord – Natur, Historie und einsame Schönheit

Auch wenn man es bei der geringen Fläche von rund 2.000 Quadratkilometern nicht erwartet, bietet Teneriffa Vegetations- und Klimazonen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während der Süden beinahe ganzjährlich mit Sonne lockt und vegetationstechnisch eher an das nahegelegene Afrika erinnert, bietet der feuchte Norden dichte Wälder und eine vielfältige Flora und Fauna. Dennoch findet man auch hier einige der schönsten Strände auf Teneriffa. Für viele alteingesessene Teneriffaurlauber hat gerade die satte Natur und die geringere Tourismusdichte im Norden ihren Reiz. Hier befinden sich außerdem reichlich Ferienhäuser und Fincas in ruhiger, idyllischer Lage.

 

Puerto de la Cruz, der Hotspot im Norden

Im Nordwesten der Insel befindet sich der beliebte Touristenort Puerto de la Cruz, der nicht zuletzt wegen des dort ansässigen Loro Parques ganzjährlich Touristen aus aller Welt anzieht. Das Wetter ist mild und sonnig, meistens ideales Strandwetter. Der Playa Jardín, der seinen Namen der umliegenden, exotischen Gartenanlage verdankt, gilt als einer der schönsten charakteristischen Lavastrände Teneriffas. Rund um den Plaza del Charco findet man reichlich Restaurants und Bars und entlang der Calle de San Telmo und der Avenida Colón kann man schön bummeln oder Kaffee trinken. Einen besonders schönen Ausblick auf die tosende Brandung des Atlantik und den Playa San Telmo hat man vom Restaurant Pomodoro.

 

Santa Cruz und La Laguna

An Teneriffas Nordostküste befindet sich die Inselhauptstadt Santa Cruz. Auch sie ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Die hübsche Innenstadt mit dem gesellschaftlichen Mittelpunkt Plaza de España, der Shoppingmeile Calle de Castillo, der Calle La Marina mit den sich aneinanderreihenden Bars und Cafés und auch der schöne Parque García Sanabria sind definitiv einen Besuch wert. Zudem befindet sich unweit der Innenstadt, im nördlich gelegenen Ort San Andrés der Playa de Las Teresitas, einer der schönsten Strände der Insel. Der

gelbe, aufgeschüttete Saharasand, die Palmen und das flach abfallende glasklare Wasser haben Karibikflair. In La Laguna, der Universitätsstadt der Insel, findet man das kanarische Leben noch beinahe in Reinform. Die historische Innenstadt ist seit 1999 UNESCO Weltkulturerbe. Hier sieht man noch ganz typisch nachmittags die Laguneros bei einem Cortado auf den Plazas sitzen, lachen und reden. Die schmalen Gassen und bunten Bauten sind beeindruckend.

 

Kleine Dörfer, große Historie

Abgesehen von den größeren Städten gibt es im Inselnorden zahlreiche kleine, traditionsreiche Dörfer und Ortschaften. Dazu zählen beispielsweise westlich von Puerto Icod de los Vinos mit dem ältesten Drachenbaum, Garachico mit den imposanten Naturpools oder Buenavista del Norte, die westlichste Ortschaft der Insel. Nordöstlich von Puerto liegen La Orotava mit dem historischen Stadtkern und dem gleichnamigen romantischen Tal, idyllische Orte wie Tacoronte oder Tegueste und Bajamar, wo es auch tolle Naturpools gibt. Mit einem Mietwagen erreicht man die Ortschaften teilweise nur über schmale, enge Bergstraßen, bekommt im Austausch aber wunderschöne Aussichten geboten.

 

Wanderfreunde aufgepasst

Nordöstlich von La Laguna erstreckt sich das Anaga-Gebirge. Im hier befindlichen Bosque de Las Mercedes, dem Mercedeswald, fühlt man sich wie in eine andere Welt versetzt. Durch die Höhenlage hängen die meiste Zeit dicke Wolken zwischen den Bäumen, was dem Wald etwas Verwunschenes verleiht. Lediglich eine Straße führt über den Bergrücken zu den vereinzelt liegenden Dörfern. Wer die Einsamkeit des Nordens einmal in ihrer ganzen Pracht erleben möchte, der fährt bis nach El Draguillo oder Chamorga. Beliebt sind auch die einsamen, schwarzen Strände bei Taganana, Almáciga und Benijo. Im äußersten Nordwesten findet man zudem das imposante Teno-Gebirge mit dem Bergdorf Masca. Die beliebteste Wanderroute Teneriffas führt durch die gleichnamige Schlucht bis in die Masca Bucht und ist ein Muss für jeden aktiven Urlauber.

 

Foto: Pixabay.com

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