VW Polo „beats“ im Test!

VW Polo Beats: Jetzt wird es LAUT!

Zum Marktstart gibt es zudem ein Polo Beats genanntes Sondermodell, das ein 300 Watt starkes Soundsystem der Apple-Tochter an Bord hat. Beats hat in der Vergangenheit schon mit anderen Autokonzernen, wie zum Beispiel Fiat-Chrysler kooperiert.

Fesch und schnittig steht der Polo vor unserer Redaktionstür und erntet dabei zahlreiche anerkennende Blicke. Nicht nur von uns. „Er ist ja jetzt schon fast so groß wie mein Golf“, sagt ein Nachbar dessen 2er Golf hinter dem Polo „beats“ parkt. Diesen Gedanken äußerten Einige, mit denen wir über unser Testfahrzeug ins Gespräch kamen. Dabei liegen sie gar nicht falsch.

Wer aber nun glaubt, der Sprung zum modernen Golf sei proportional gleich gewachsen, der irrt. Laut den technischen Datenblättern ist der Golf gerade mal um 20 cm gesamt länger und der Radstand um satte 8 cm. Von „Welten“ kann man hier also nicht mehr sprechen. Wir haben uns für diesen Test den 75 PS Polo in der Comfortline Ausstattung geholt. Diese beginnt preislich bei 16.990 Euro und kommt gleich nach der Basis-Polo-Version. Darüber gäbe es dann auch noch die „beats“-, „Highline“- und „GTI“-Variante. Doch die Comfortline ist für den Alltag perfekt gerüstet.

Rückenlehnen im Fond lassen sich geteilt umklappen, die Höhe des Laderaums kann zweifach verstellt werden. Damit erweitert man das Volumen von 351 auf 1.125 Liter. Der Golf besitzt bei aufgestellten Sitzen nur 29 Liter mehr.

Damit unser Kompakter nicht nur wertig aussieht, sondern auch die Haptik nicht zu kurz kommt, ist eine geschäumte Instrumententafel Teil der Comfortline. Bereits ab der Grundversion gibt es ein Touchdisplay mit 16,5 cm Diagonale, welches sich fast „nahtlos“ in das Armaturenbrett integriert. Das Kombiinstrument hinter dem Volant mit elektronischem Tachometer, Drehzahlmesser und Bordcomputer liefert alle wichtigen Fahrzeugdaten sowie Infos zu den Funktionen des Entertainmentsystems wie Navi oder Radio.

360° Innenansicht  ( Mit der Maus das Bild drehen)

Letztere gehören zu dem Infotainmentpaket, welches unserem Testfahrzeug als Zusatzausstattung mitgegeben wurde. Dieses erweitert die Serienausstattung von 6 Lautsprechern, Bluetooth und USB-Schnittstelle um einige Goodies: Neben dem Multifunktions-Lederlenkrad, das unter anderem die Steuerung des Bordcomputers beinhaltet, finden sich in diesem Paket zusätzlich das „Composition Media“-Radio mit SD-Kartenschacht und App-Connect (inkl. 2 USB-Schnittstellen). Das heißt, dass mittels Apple Car Play oder Android Auto mittels Kabelverbindung, der Multimediatouchscreen zum Navidisplay umfunktioniert wird. Es können aber auch andere Apps vom eigenen Handy darin angezeigt werden. Die Bedienung funktioniert einfach und intuitiv entweder über das Display oder das Lenkrad.

Der größte Unterschied zum Bruder Golf ist wahrscheinlich der Motor, denn während es für den Polo unter anderem einen 65 und 75 PS Benziner gibt, startet der Golf erst bei 85 PS. In unserem Testauto werkelt ein Dreizylinder-Benziner mit einem Liter Hubraum und 75 PS. Selbst wenn man diese Motorisierung beim Kaltstart blind erkennt und er beim Hochdrehen im 1. und 2. Gang nichts an Rauheit vermissen lässt, beruhigt sich der Motorsound gleich wieder beim Erreichen der „Standardgeschwindigkeiten“. Hier hat man auf eine gute Abstimmung des Getriebes geachtet.

Für den Stadtbetrieb reicht dieses Aggregat problemlos aus und konnte uns mit einem Verbrauch von 5,4 Litern überzeugen (Durchschnittswert laut Hersteller: 4,7 Liter). Überland braucht es ein gefühlvolles Händchen für das Fünf-Gang-Schaltgetriebe, um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Sein maximales Drehmoment von 95 Newtonmeter leistet unser Testwagen zwischen 3.000 und 4.300 Touren. Hat man den Dreh raus, fährt sich der Polo locker flockig – man muss eben nur den Schwung gut nutzen. Mit einem Eigengewicht von etwas über einer Tonne trägt er auch entsprechend wenig Hüftgold mit sich herum, was sich positiv auf den Gesamteindruck auswirkt.

14,9 Sekunden zeigt die Stoppuhr beim Überschreiten der 100 km/h für den Polo. Kein Racer, eher ein Gleiter, doch wie schon gesagt: Einmal in Schwung bleibt laut VW die Tachonadel erst bei 170 km/h stehen. Dämpfung und Fahrwerk zeigen sich VW-typisch perfekt auf das Gesamtkonzept abgestimmt, genauso wie die Lenkung.

 

Fazit:

Insgesamt weiß der „kleine“ Polo besonders durch seine Größe zu überzeugen. In Anbetracht der gebotenen Leistung ist der Preis legitim. Dem Soundsystem geben wir volle 10/ 10 Punkten! Der Fahrspaß, vor allem in der Stadt, kommt nicht zu kurz, doch auch für Ausfahrten in die Umgebung ist er bestens gerüstet.

 

 

*Dieses Fahrzeug wurde uns vom Autohaus Thomas Schneider (Reichenbach & Mylau) zur Verfügung gestellt.

www.autohaus-thomas-schneider.de

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In Kooperation mit Autohaus Thomas Schneider

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