Zahnschiene vs. Zahnspange – wer hat die Nase vorn?

Sie möchten Ihre Zähne begradigen? Viele Menschen sind mit der Stellung ihrer Zähne unzufrieden, doch oft liegt keine medizinische Notwendigkeit für eine Behandlung vor. Man möchte nur selbstsicher lächeln können ohne den ständigen Zweifel was das Gegenüber denkt, wenn es den leicht vorstehenden oder schiefen Zahn bemerkt.

Wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt, übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten nicht und wir sind auch nicht darauf angewiesen die Behandlungsmethode zu wählen, die sie für unseren Fall vorsieht. So stellt sich uns die Frage: Zahnspange oder Zahnschiene? Welche Methode ist besser?

 

Anwendbarkeit

Im Bereich der Anwendbarkeit hat die Zahnspange ganz klar die Nase vorn. Sofern die Fehlstellung nicht so schlimm ist, dass ein operativer Eingriff erforderlich ist, ist sie so gut wie immer anwendbar. Die Zahnschiene dagegen kann bei Kindern und schweren Fehlstellungen nicht verwendet werden. Sie eignet sich jedoch gut für kleine bis mittelschwere Schönheitskorrekturen. Andererseits liegt bei schweren Fehlstellungen meistens die medizinische Notwendigkeit vor, sodass sich die Wahl der Methode gar nicht stellt. Dennoch ist es ratsam, vor der Bestellung einer Zahnschiene Ihren Zahnarzt zu konsultieren um sicherzustellen, dass sie auch wirklich in Ihrem Fall anwendbar ist. Diesen Service übernehmen jedoch auch einige Anbieter von Zahnschienen, indem mithilfe eines Zahnabdrucks die Sinnhaftigkeit einer Behandlung geprüft wird. Erst danach muss sich der Patient entscheiden.

 

Behandlungsdauer

Bei der Behandlungsdauer ist die Zahnschiene der Zahnspange oft überlegen. Erste Erfolge sind bei ihr schon nach drei Monaten sichtbar. Nach zehn Monaten ist die Behandlung üblicherweise abgeschlossen. Eine Zahnspange muss man dagegen oft mehrere Jahre lang tragen. Zum Teil liegt dieser extreme Unterschied allerdings wohl daran, dass mit der Zahnspange auch wesentlich stärkere Fehlstellungen behandelt werden, die eine längere Anwendung erfordern. Dennoch ist auch bei leichten Fehlstellungen ein Vorsprung der Zahnschiene feststellbar.

 

Aussehen

Die Zahnspange ist deutlich auf den Zähnen sichtbar und führt so dazu, dass Sie sich während der Behandlungsdauer zunächst wohl hässlicher und unsicherer fühlen. Bei jedem Lächeln sieht Ihr Gegenüber die Spange. Die Zahnschiene ist dagegen aus durchsichtigem Material gefertigt, das aus der Entfernung nicht sichtbar ist. Aus der Nähe ist auch sie erkennbar, aber nicht so auffällig wie die Zahnspange. Außerdem können Sie sie bis zu insgesamt vier Stunden am Tag herausnehmen, wenn Sie zum Beispiel ein wichtiges Vorstellungsgespräch haben.

 

Hygiene

Eines der größten Probleme der Zahnspange ist, dass sich bei jedem Essen Essensreste in ihr verfangen. Diese sind nicht nur hässlich, wenn sie während oder kurz nach dem Essen mit jemandem sprechen. Sie fördern auch die Bildung von Karies und Zahnstein. Mit der Zahnbürste sind sie schwer zu entfernen, wenn sie sich in der Zahnspange verhakt haben, und auch sonst schafft die Zahnspange Ecken und Winkel, die schwer zu reinigen sind. Die transparente Zahnschiene wird hingegen während dem Essen und Zähneputzen herausgenommen und separat gereinigt.

 

Fazit

Transparente Zahnschienen haben je nach Schwere der Zahnfehlstellung sowohl in der Anwendbarkeit, als auch im Preis die Nase vorn. Wenn die Zahnschiene an ihre Grenzen stößt, geht ein notwendiger Eingriff meistens mit einer Kostenübernahme der Krankenkasse einher. Somit wird auch oftmals die Art der Behandlungsmethode durch den behandelnden Arzt und die Krankenkasse bestimmt.

Weitere Informationen zu transparenten Zahnschienen erhalten Sie in diesem Artikel.

 

 

Foto: Pixabay.com

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